26. Mrz 2008 14:01
Insekten in Aufruhr, Honig auf der Tatze: Der in Bayern gefürchtete braune Räuber Bruno treibt wieder sein Unwesen. In langen Sitzungen hat ihn der Präparator zu einem Dauergast im Museum umgemodelt.
Bruno ist zwischen Gras und Sträuchern zu sehen und wirkt, als würde er beim Ausplündern eines Bienenstocks ertappt. Mit den Vordertatzen stützt er sich auf ein Holzgestell, auf seiner Nase sitzt eine Biene. Das Museum hatte angekündigt, den Bären in einer Szene aus seinem Leben zu zeigen. Bruno war 2006 aus Italien nach Bayern eingewandert und wegen mangelnder Scheu vor Menschen erschossen worden.Im Diorama schaut Bruno scheinbar überrascht von den zerstörten Bienenwaben auf und in Richtung des eintretenden Besuchers. Man habe diese Darstellung bewusst gewählt, um das Thema «Problembär» darzustellen, sagte Museumsdirektor Michael Apel. Denn auch wenn der Bär an sich nicht gefährlich gewesen sei, hätte es jederzeit zu einer gefährlichen Situation kommen können, wenn er überrascht worden wäre.