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Suche nach dem Holzklotz-Werfer: 

Zeugen sahen Menschen auf der Autobahnbrücke

25. Mrz 2008 12:23, ergänzt 16:50
Der Holzklotz war etwa sechs Kilo schwer
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In Oldenburg fahndet die Polizei fieberhaft nach dem Unbekannten, dessen Tat eine Frau tötete. Inzwischen haben sich Autofahrer gemeldet, die etwas gesehen haben wollen. Die Polizei verdoppelte unterdes die Belohnung.

Kurz bevor ein Unbekannter in der Osternacht einen schweren Holzklotz von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg geworfen und dadurch eine Frau tötet hat, wollen Zeugen mehrere Menschen auf der Brücke über die A29 beobachtet haben. Es gebe erste Hinweise aus der Bevölkerung, sagte ein Sprecher der niedersächsischen Polizei. Autofahrer hätten im Vorbeifahren die Menschen dort stehen gesehen.

So hätten sich Autofahrer gemeldet, die in der Gegenrichtung unterwegs waren und etwa 30 Minuten vor der Tat eine Personengruppe auf der Brücke bemerkten. In der Nähe der Brücke habe man auf einem Grundstück einen Holzstapel entdeckt. Untersuchungen müssten nun klären, ob der Klotz von dort stamme.

Polizei hat Belohnung ausgesetzt

«Wir wissen noch nichts übers Täterprofil», sagte ein Polizeisprecher. Eine 22-köpfige Mordkommission ermittelt. Jetzt gehe es vor allem darum, «Menschen zu finden, die im Nahbereich des Tatortes waren und etwas gesehen haben.» Konkrete Hinweise gebe es noch nicht. «Wir erstellen ein Riesen-Mosaik aus einzelnen Puzzleteilen.»

Vorerst seien die Personalien von Besuchern dreier Osterfeuer festgestellt worden, die in rund zwei Kilometern Entfernung veranstaltet wurden. Sie sollten in einem zweiten Schritt befragt werden, sagte Weiß. Im Visier der Polizei sei insbesondere die größte der Veranstaltung mit Hunderten Besuchern. Es sei völlig offen, ob die auf der Brücke beobachteten Personen mit dem Verbrechen in Zusammenhang stünden, sagte Weiß. Es könne sich auch um Passanten handeln. Man hoffe darauf, dass sie sich von sich aus meldeten.

Im Zuge der Ermittlungen werden auch Personen noch einmal überprüft, die bei einer unaufgeklärten Tat vor acht Jahren im Fokus gestanden hatten: Im Jahr 2000 hatten Unbekannte von einer nur über einen Privatweg zu erreichenden Brücke in der Nähe des jetzigen Tatorts einen 30 bis 40 Kilogramm schweren Findling auf ein Auto geworfen, das auf der A29 fuhr. Der Stein durchschlug die Windschutzscheibe an der Beifahrerseite, der Fahrer blieb unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft verdoppelte unterdes die Belohnung für Tat-Hinweise auf 6.000 Euro. Auch über die Herkunft des Holzklotzes - ein Stück Baumstamm - gebe es noch keine Hinweise, sagte der Polizeisprecher.

Vater und Kinder erlitten schwere Schocks

Unbekannte hatten am Sonntagabend gegen 20 Uhr einen etwa sechs Kilogramm schweren Holzklotz von einer Brücke über die Autobahn A29 bei Oldenburg auf das Auto einer vierköpfigen Familie geworfen. Der Klotz traf die 33-jährige Mutter, die auf dem Beifahrersitz saß, am Kopf. Ihr 36 Jahre alter Ehemann und die auf der Rückbank sitzende siebenjährige Tochter blieben unverletzt. Der neunjährige Sohn erlitt durch Splitter eine leichte Schnittverletzung unter dem rechten Auge. (dpa/AP)

 
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