«Wir wissen noch nichts übers Täterprofil», sagte ein Polizeisprecher. Eine 22-köpfige Mordkommission ermittelt. Jetzt gehe es vor allem darum, «Menschen zu finden, die im Nahbereich des Tatortes waren und etwas gesehen haben.» Konkrete Hinweise gebe es noch nicht. «Wir erstellen ein Riesen-Mosaik aus einzelnen Puzzleteilen.»Vorerst seien die Personalien von Besuchern dreier Osterfeuer festgestellt worden, die in rund zwei Kilometern Entfernung veranstaltet wurden. Sie sollten in einem zweiten Schritt befragt werden, sagte Weiß. Im Visier der Polizei sei insbesondere die größte der Veranstaltung mit Hunderten Besuchern. Es sei völlig offen, ob die auf der Brücke beobachteten Personen mit dem Verbrechen in Zusammenhang stünden, sagte Weiß. Es könne sich auch um Passanten handeln. Man hoffe darauf, dass sie sich von sich aus meldeten.
Im Zuge der Ermittlungen werden auch Personen noch einmal überprüft, die bei einer unaufgeklärten Tat vor acht Jahren im Fokus gestanden hatten: Im Jahr 2000 hatten Unbekannte von einer nur über einen Privatweg zu erreichenden Brücke in der Nähe des jetzigen Tatorts einen 30 bis 40 Kilogramm schweren Findling auf ein Auto geworfen, das auf der A29 fuhr. Der Stein durchschlug die Windschutzscheibe an der Beifahrerseite, der Fahrer blieb unverletzt.
Die Staatsanwaltschaft verdoppelte unterdes die Belohnung für Tat-Hinweise auf 6.000 Euro. Auch über die Herkunft des Holzklotzes - ein Stück Baumstamm - gebe es noch keine Hinweise, sagte der Polizeisprecher.