Drogenkonsum: 

netzeitung.deKiffer rauchen lieber das eigene Bio-Gras

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Am liebsten aus Bioanbau: Marihuana (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Am liebsten aus Bioanbau: Marihuana
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Statt zu harten Drogen wie Heroin greifen junge Konsumenten verstärkt zu weichen und alternativen Rauschgiften. Neben Marihuana werden dabei auch zwei andere Naturdrogen immer beliebter.

Junge Drogenkonsumenten weichen einem «Focus»-Bericht zufolge verstärkt auf weiche und alternative Rauschgifte aus. «Wir stellen eine starke Biowelle fest», zitierte das Nachrichtenmagazin laut Vorabmeldung vom Freitag den Sprecher des Zollkriminalamts Köln, Wolfgang Schmitz. «Am liebsten züchten sie ihren eigenen Stoff.»

So konsumiere die junge Diskoszene wieder Magic Mushrooms (Psilos). Während Zollfahnder im Jahr 2006 elf Kilogramm der Pilze konfiszierten, die die Partygeneration der 70er Jahre als «natürliches LSD» entdeckt hatte, seien es 2007 bereits 45 Kilogramm gewesen.

Schmitz zufolge wird der Samen meist im Internet geordert. Auf die eigene Hanfplantage setzten sowohl Konsumenten wie Händler. Früher sei der Zoll nur im Grenzbereich zu den Niederlanden auf Privatzüchtungen gestoßen, heute wüchsen die Pflanzen überall im Bundesgebiet. «Insgesamt 15 800 Pflanzen haben wir 2007 sichergestellt», sagte Schmitz. «Das bedeutete ein Plus von 6800 Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr.»

Neu in der Jugendszene sei die Kaudroge Khat. Das aus Afrika stammende Rauschgift werde von organisierten Banden über die Niederlande nach Europa geschmuggelt. 2006 stellte der Zoll laut «Focus» 8000 Kilogramm Khat sicher. 2007 waren es 13 000 Kilogramm. (dpa/AP)