Wie aus dem Außenministerium verlautete, sei die zweite Boykottwelle möglicherweise «langfristiger und nachhaltiger», weil sie ohne eine Welle von Demonstrationen und großen Schlagzeilen in Gang gekommen sei. «Es sind jetzt die Verbraucher selbst und keine Regierungen oder religiösen Anführer, die den Boykott in Gang gesetzt haben», sagte ein Sprecher des dänischen Exportrats.Die Karikaturen werden in der islamischen Welt als Provokation und Verletzung des Abbildungsverbotes für den Propheten Mohammed kritisiert. Dänemarks größte und betont islam-kritische Zeitung «Jyllands-Posten» hatte die Veröffentlichung als Aktion gegen eine von ihr vermutete Tendenz zu zunehmender Selbstzensur begründet. Muslime müssten sich wie alle anderen in einer freien Gesellschaft daran gewöhnen, lächerlich gemacht und verspottet zu werden, hieß es weiter. (dpa)