11. Mrz 2008 12:42
Auch die persönliche Klimabilanz von Leichen ist nicht ganz sauber. Bei der Beerdigung entsteht Kohlendioxid, bei der Pflege von Friedhöfen ebenso. Das will ein australisches Bestattungshaus nun ändern.
Nach Angaben Elliots - der nach eigener Aussage Pionier auf diesem Gebiet in Australien ist - sind Einäscherungen umweltfreundlicher als Erdbestattungen. Zwar entstünden durch die Verbrennung 160 Kilogramm klimaschädliches Kohlendioxid, 120 mehr als bei einer Erdbestattung. Wenn man aber Grabpflege und das Mähen riesiger Grasflächen auf den Friedhöfen einrechne, belasteten Bestattungen die Umwelt langfristig zehn Prozent mehr. Noch umweltfreundlicher will es ein Bestattungshaus in Melbourne demnächst machen. Palacom bietet Beerdigungen in abbaubaren Plastiksäcken an. Die Verstorbenen sollen erst tiefgekühlt und dann in Massenabfertigung zu Grabe getragen werden, sagte Firmenchef George Lines. Er hat ein fünf Hektar großes Areal für 30.000 Leichen gekauft. Die Verstorbenen sollen senkrecht beerdigt werden. Sobald das Areal voll sei, könne es wieder als Feld bestellt werden. (dpa)