29.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Flocke beißt nicht nur in ihren Plasik-Knochen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Da steckt schon 'Wumm' dahinter, wenn sie zubeißt», weiß Flockes Tierarzt. Zum Schutz vor den Attacken des Raubtier-Babys überlegt sich der Nürnberger Tiergarten erste Maßnahmen.
Das Nürnberger Eisbärenbaby Flocke springt schon seine Pfleger an und schnappt nach ihnen. «Das ist kein erlerntes, sondern ein angeborenes Verhalten», berichtete Tierarzt Bernhard Neurohr. «Genauso springen Eisbären auf eine Scholle, wenn dort eine Robbe liegt.»
Angst löst das knapp zwölf Wochen alte und mittlerweile fast zehn Kilo schwere Jungtier mit seinen Bissen bei den Pflegern zwar noch nicht aus. «Aber da steckt schon «wumm» dahinter, wenn sie zubeißt», sagte der Veterinär. Pfleger Horst Maußner habe schon blaue Flecken an den Armen.
Zum Schutz von Flockes Betreuern will der Tiergarten deshalb Schweißerhandschuhe mit langen Lederstulpen anschaffen. Zumindest beim Fressen muss das kleine Raubtier erzieherische Maßnahmen über sich ergehen lassen. Flocke wird langsam an die Fütterung mit Brei gewöhnt. «Zehn Minuten nach dem Fläschchen geben wir ihr die letzten Milliliter Milch in einem Metallnapf zum Ausschlabbern», sagte der Veterinär. Flocke quittiert die Nahrungsumstellung mit aufgeregtem und anhaltendem lauten Schreien. (dpa)