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Bohrungen in Deutschneudorf: 

Polizei überwacht Nazigold-Suche im Erzgebirge

28. Feb 2008 18:03
Der Bürgermeister erklärt sein Vorhaben am Grabungsort
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Bisher ohne Erfolg bohrt ein Schatzsucher-Team an der Grenze zu Tschechien nach 1,9 Tonnen Edelmetall. Sollten sie etwas finden, dürften sie das Gold allerdings gar nicht behalten.


Die aufsehenerregende Schatzsuche im Erzgebirgsort Deutschneudorf steht jetzt unter Polizeischutz. Die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge beorderte nach eigenen Angaben vom Donnerstag eine mobile Wache auf das frühere Bahnhofsgelände an der Grenze zu Tschechien, wo das Team um Bürgermeister Heinz-Peter Haustein seit rund drei Wochen Hinweisen auf einen von Nazis versteckten Goldschatz nachgeht. «Sollte wirklich etwas gefunden werden, wollen wir schnell reagieren können», sagte eine Polizeisprecherin in Chemnitz.

Neue Messungen sollen den Schatzsuchern die Suche nach mutmaßlichem Nazigold erleichtern. Bürgermeister Haustein sagte am Donnerstag, dass zwei Professoren der Geophysik das Gelände wissenschaftlich untersuchen würden.

Bis Donnerstag fanden die Schatzsucher keinen Zugang zu den vermuteten 1,9 Tonnen Gold. «Es kann dauern, Bergbau braucht seine Zeit», sagte Haustein, der auch auf der Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer ist. «Wir werden dieses Gebiet nach dem Ausschlussverfahren so genau durchbohren, dass wir sicher sein können», kündigte er an.

Nach Unterlagen aus dem Besitz eines Hobby-Schatzsuchers soll der Eingang zu dem Depot 1,47 Meter breit sein. Der 49 Jahre alte Schleswig-Holsteiner fand die Koordinaten auf einer Karte seines verstorbenen Vaters. Wenn die Schätze gefunden würden, gehörten sie dem Staat. Die Schatzsucher, die diese spektakuläre Aktion aus eigener Tasche bezahlen, hoffen aber auf eine Entschädigung oder auf Finderlohn.

Bei Fund sofort Behörden informieren

Wenn die Bohrer in nächster Zeit den georteten Hohlraum erreichen, müssen dem Deutschneudorfer Bürgermeister zufolge sofort die Behörden informiert werden. «Von diesem Moment an ist das dann nicht mehr unsere Baustelle, sondern die Baustelle des Freistaates Sachsen. Alles wird dann von starken Polizeikräften weiträumig abgesperrt», sagte Haustein. (dpa/AP)

 
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