25. Feb 2008 14:03, ergänzt 14:15
Über ein Jahrzehnt war das Töten von Elefanten in Südafrika strikt verboten. Nun scheint es zu viele der Tiere zu geben. Umweltschützer protestieren gegen die Aufhebung des Verbots.
Die Zahl der Elefanten stieg seit 1994 von 8000 auf über 20.000 Tiere. Die Erlaubnis tritt am Freitag in Kraft. Tierschützer drohten, zum Boykott des Tourismus aufzurufen und rechtliche Schritte gegen die Maßnahme einzuleiten. Der Kap-Staat hatte die Veröffentlichung des Entwurfs immer wieder verschoben und angesichts der öffentlichen Kritik versucht, internationales Aufsehen zu vermeiden. Die Regierung hatte bereits vergangenes Jahr angekündigt, dass das sogenannte Culling, das Töten der Tiere, nur einen Teil der Maßnahmen fürs Management der Elefantenherden darstelle und auch Umsiedlung, Geburtenkontrolle, die Ausweisung von Schutzzonen für andere Arten und größere Parks vorgesehen seien. Seit 2003 hatte die Regierung wiederholt in Experten-Konferenzen nach Alternativen gesucht, viele davon aber als zu aufwendig verworfen.
(AP/dpa)