15.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Irren ist technisch: Navigationsgerät
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Navigationsgeräte sind vor allem unter Lkw-Fahrern besonders beliebt. Aber nicht immer arbeiten sie einwandfrei. Mit Brücken harmonieren sie nicht besonders gut, wie Großbritannien derzeit schmerzlich erfährt.
In Großbritannien sind nun erstmals Zahlen über die Folgen fehlerhafter Navigationsgeräte veröffentlicht worden. Demnach werden auf der Insel pro Jahr rund 2000 Brücken beschädigt, weil Lastwagenfahrer ihren GPS-Navigationsgeräten vertrauten. Das berichtete jüngst die britische Tageszeitung «Telegraph».
Nach Angaben der Zeitung, die von offiziellen Stellen bestätigt wurden, führten diese Unfälle zu Schäden von zehn Millionen Pfund umgerechnet knapp 13,5 Millionen Euro. Außerdem hätten die Brückenschäden in der Folge zu 5000 Stunden an Verspätungen bei Berufstätigen geführt. Die Navis, die ihre Daten via Satellit beziehen, sollen sowohl bei der Fahrzeughöhe als auch beim Fahrzeuggewicht für Fehler anfällig sein.
Eine der beiden Hauptursachen für Brückenschäden besteht demnach darin, dass zu schwere Lastwagen über Brücken fahren, die für dieses Gewicht nicht vorgesehen sind. Straßenbelag und Träger werden dabei beschädigt. In anderen Fällen blieben Lastwagen schlicht in Brücken stecken, weil das Navi etwa ein drei Meter hohes Fahrzeug unter einer nur zwei Meter 80 hohen Brücke durchschicken wollte.
In einigen Grafschaften sollen bereits Warnschilder aufgestellt worden sein. Diese fordern die LKW-Fahrer auf, ihren Navigationssystemen nicht blindlings zu vertrauen. Die Behörden haben dem Zeitungsbericht zufolge die Firmen, die das Datenmaterial für die Geräte liefern, bereits kontaktiert. (nz)