Zigarettenautomaten werden immer weniger
09.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Das Rauchverbot verhagelt auch den deutschen Kasinos die Bilanz. Wie die «Wirtschaftswoche» berichtet, mussten die staatlich konzessionierten Spielbanken im Januar erhebliche Umsatzeinbußen verkraften. Demnach sanken in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig- Holstein die Spielerträge im Januar um 25 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In der Spielbank am Potsdamer Platz in Berlin seien es sogar rund 35 Prozent weniger gewesen. «Viele Raucher gehen früher oder kommen erst gar nicht», sagte Rainer Chrubassik, Sprecher der Deutsche Spielbanken Interessen- und Arbeitsgemeinschaft (Desia). Auch die Umsatzzahlen in den privaten Spielhallen gingen zurück.
Sollte der Spielerstreik anhalten, bekommen das auch die Finanzminister der Länder zu spüren. Nach Angaben der Desia brachten rund 8,9 Millionen Besucher den deutschen Kasinos im vergangenen Jahr Bruttoerträge in Höhe von 923 Millionen Euro. Bei einer durchschnittlichen Abgabenlast von etwa 80 Prozent wurden rund 740 Millionen Euro an die Länder überwiesen. Bei einem Rückgang von 20 Prozent müssten die Länder auf rund 150 Millionen Euro verzichten. (dpa)

