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Fünf Frauen in Chicagoer Einkaufszentrum getötet

03. Feb 2008 11:32, ergänzt 14:55
Polizei vor dem Einkaufscenter Tinley Park
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In einem Geschäft für Damenmoden wurden fünf Frauen von einem unbekannten Täter buchstäblich exekutiert. Die Polizei vermutet, dass eigentlich ein anderes Verbrechen geplant war.

Ein Unbekannter hat am Samstag in einem Damenmodengeschäft bei Chicago (Illinois) fünf Frauen erschossen und ist dann geflüchtet. Die Großfahndung der Polizei wurde am Sonntag fortgesetzt - zunächst ohne jede heiße Spur. Die Ermittlungsbehörden vermuten, dass der Täter den Laden in Tinley Park ausrauben wollte und irgendetwas schief lief. Medienberichten zufolge wurden die Opfer in einem Hinterzimmer des Geschäfts gefunden - das heißt, sie wurden wahrscheinlich in den Raum getrieben und kaltblütig exekutiert.

Nach Angaben der Polizei waren die Frauen zwischen 22 und 37 Jahre alt. Vier von ihnen waren Kundinnen - sie wollten sich an diesem Samstag in dem verschneiten Städtchen Tinley Park etwas Gutes tun. Das fünfte Opfer war eine Angestellte des Geschäfts in einem kleinen Einkaufszentrum.

Täter rannte weg und ist flüchtig

Eine Überwachungskamera gibt es Medienberichten zufolge in dem Laden mit Mode in Übergrößen nicht - das erschwerte der Polizei die Fahndung. Zeugen konnten nur eine vage Beschreibung des Täters geben, der nach den tödlichen Schüssen aus dem Geschäft stürmte, ohne dass Kunden und Passanten begriffen, was gerade geschehen war. Danach trug der Unbekannte eine schwarze Winterjacke, Jeans und eine Strickmütze wie viele andere Männer auch bei kaltem Wetter.

Umliegende Läden wurden abgeriegelt und durchsucht. Die Polizei durchkämmte Straßen, öffentliche Verkehrsmittel und setzte Hubschrauber ein - zunächst alles vergeblich. Derweil herrschte in Tinley Park Schock und Entsetzen. Einwohner beschrieben die Gemeinde als friedlich mit einer geringen Kriminalitätsrate. «Normalerweise, wenn du deine Geldbörse unbemerkt fallengelassen hat, rennt dir jemand hinterher, um sie dir zu bringen», zitierte die «New York Times» am Sonntag eine fassungslose Bürgerin. (dpa)


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