24. Jan 2008 10:43
Der Fall hatte eine Diskussion über Alkoholmissbrach von Jugendlichen ausgelöst: Ein Schüler starb, nachdem er in einer Kneipe 45 Tequila getrunken hatte. Nun stehen deshalb drei Jugendliche vor Gericht.
Die Anklage lautet auf Beihilfe zur Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung. Der 26 Jahre alte Kneipenwirt, der im Verdacht steht, mit dem 16-Jährigen um die Wette getrunken zu haben, sitzt seit Juli 2007 in Untersuchungshaft. Er soll die Angeklagten angewiesen haben, ihm zunächst nur Wasser einzuschenken, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Nachdem der Schüler ohnmächtig zusammengebrochen war, verließ er das Lokal. Personal und Gäste kümmerten sich um den Bewusstlosen und alarmierten die Feuerwehr. Ein Notarztwagen brachte den Schüler in ein Krankenhaus. Nach seinem Tod hatte der Wirt zunächst behauptet, dass der Junge nur Bier getrunken habe. Ihm soll gesondert der Prozess gemacht werden.
Der Fall hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und eine Debatte über Alkoholmissbrauch und ein Verbot der sogenannten Flatrate-Partys ausgelöst, bei denen für einen Festpreis unbegrenzt viel Alkohol getrunken werden kann. Für den Prozess sind zunächst zwei Verhandlungstage anberaumt. (AP)