19.01.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Im Dezember verunglückte ein Tanker vor der Küste Südkoreas
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Aus Protest gegen die Folgen der jüngsten Ölpest in Südkorea hat sich ein 56-jähriger Mann selbst verbrannt. Demonstranten beschuldigen die Regierung, Hilfe für Betroffene der Umweltkatastrophe zu verzögern.
Der Betreiber eines Sushi-Restaurants übergoss sich am Freitag während einer Demonstration von rund 10.000 Menschen mit Benzin und setzte sich in Brand. Am Samstag erlag er seinen schweren Verletzungen, wie eine Klinik in der Stadt Taean mitteilte.
Die Demonstration in der 150 Kilometer südwestlich von Seoul gelegenen Stadt richtete sich gegen die Regierung und Verzögerungen bei der versprochenen Entschädigung für Betroffene der Ölpest. Vor der Westküste Südkoreas rammte am 7. Dezember vergangenen Jahres ein Schleppkahn den Öltanker «Hebei Spirit». Dadurch traten mehr als zehn Millionen Liter Öl aus.
Die schwerste Ölpest in der Geschichte des Landes schädigte die Fischer und den Tourismus in der Region. Erst Anfang Januar hatten sich ein Fischer und der Betreiber einer Austernzucht aus Protest gegen mangelnde Hilfe der Regierung das Leben genommen. (AP)