Zum ersten Mal seit der Geburt habe sich Vilma am Montag bemerkbar gemacht, indem sie mit ihren Tatzen am Schieber einer Box gekratzt habe, teilte der Tiergarten mit. Daraufhin habe man sofort entschieden, dass ein vertrauter Tierpfleger nachsehen solle. Er stellte fest, dass keine Jungtiere mehr zu sehen seien. «Wir können über die Todesursache bisher nur mutmaßen. Bis zum Morgen war alles ruhig und vollkommen unauffällig», erklärte Encke. Offensichtlich hätten die Jungtiere keinen Hunger gehabt, da man dies anhand anhaltender Rufe hätte hören können. «Wir gehen davon aus, dass Vilma ihre Jungen bis zuletzt vorbildlich versorgt hat», betonte Encke.
Ein Jungtier des Eisbärenweibchens Vera war nach Angaben des Tiergartens dagegen zumindest am Sonntag noch am Leben und bei bester Gesundheit. Das Baby sei mit seiner Mutter von einem Besucher am Höhleneingang gesehen und sogar fotografiert worden. Die Tiergartenleitung hatte gegen Kritik daran festgehalten, nicht in die Aufzucht einzugreifen und die Babys eher sterben zu lassen, als sie mit der Flasche großzuziehen, wie dies mit dem Berliner Eisbären «Knut» geschehen war. (dpa)