netzeitung.deMindestens elf Tote durch Tropensturm «Olga»

 Herausgeber: netzeitung.de

Verwüstungen nach dem Tropensturm "Olga" (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Verwüstungen nach dem Tropensturm "Olga"
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Tropensturm «Olga» hat weite Teile der Dominikanischen Republik verwüstet. Zehntausendende Menschen fliehen vor den Wassermassen, viele werden noch vermisst.

Durch den Tropensturm «Olga» sind in der Dominikanischen Republik mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden des Landes mitteilten, werden viele Menschen noch vermisst. Zehntausendende mussten vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. Schwere Regenfälle und das Ablassen von großen Wassermengen aus einer Talsperre hatten dazu geführt, dass der Fluss Yaque über die Ufer trat und die Stadt Santiago überschwemmte.

Zahlreiche Menschen wurden vor allem in der am heftigsten betroffenen Region Santiago als vermisst gemeldet. Viele Einwohner der Stadt rund 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo seien von den Wassermassen eingeschlossen und harrten auf den Dächern ihrer Häuser und auf Bäumen aus, hieß es.

Präsident Leonel Fernández sagte den Flutopfern am Mittwochabend rasche Hilfe zu. Nach seinen Worten sind vor allem in der Landwirtschaft große Schäden entstanden. Das Land war bereits im Oktober von dem Wirbelsturm «Noel» heimgesucht worden, durch den über 100 Menschen in der Karibik zu Tode kamen.

«Olga» hatte sich am Montag, zwei Wochen nach dem Ende der offiziellen Hurrikansaison, im Zentrum der Karibik entwickelt und war über die Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik und Haiti hinweggezogen. Auch in Haiti kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen, durch die mindestens ein Mensch zu Tode gekommen sein soll. Am Mittwoch bewegte sich «Olga» in westlicher Richtung auf Kuba zu, wo bereits Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen wurden. (dpa)