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«Kanu-Mann» lebte versteckt bei seiner Frau

08. Dez 2007 09:42
Verschwand vor drei Jahren bei einer Kanufahrt
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Das Schicksal des «Kanu-Mannes» klärt sich als Betrug auf. Der Mann, der drei Jahre lang als tot galt, hielt sich angeblich bei ihr versteckt, sagt seine Frau.

Das Schicksal des totgeglaubten britischen «Kanu-Manns» ist durch seine Frau weitgehend aufgeklärt worden. Der heute 57-jährige John Darwin lebte drei Jahre lang versteckt im gemeinsamen Haus des Paares in der nordostenglischen Grafschaft Cleveland, beichtete seine 55-jährige Ehefrau Anne Darwin. Sie machte die Angaben gegenüber Reportern der britischen Zeitungen «Daily Mail» und «Daily Mirror», die am Samstag ausführlich darüber berichteten.

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«Während praktisch jeder dachte, John werde vermisst und gelte als tot, lebte er zu Hause bei mir», sagte Anne Darwin den Reportern in einem Hotel in Miami (US-Bundesstaat Florida). Hauptziel des Betrugs sei es gewesen, die Lebensversicherung des Ehemannes ausgezahlt zu bekommen. «Wir hatten damals viele Schulden, sie gingen in die Zehntausende. Er sagte, es gebe nur einen Ausweg, und der bestünde darin, seinen Tod vorzutäuschen.»

Von der Versicherungsprämie kaufte sich das Paar später in Panama eine Wohnung. Der Betrug flog durch ein Foto im Internet auf, das die beiden in dem südamerikanischen Land zeigte. Die Hauptschuld wies Anne Darwin ihrem Mann zu. Er habe gedroht, er werde sie als Mittäterin belasten, wenn sie das Geheimnis verrate.

Idee verwirklicht

Die Frau bestand darauf, dass sie anfangs unschuldig war. Sie habe nicht gewusst, dass ihr Mann im Frühjahr 2002 sein Verschwinden bei einer Kanufahrt auf der Nordsee nur vorgetäuscht habe. Er sei erst elf Monate später bei ihr aufgetaucht, und erst da sei ihr klar geworden, dass er die Idee eines Versicherungsbetrugs verwirklichen wollte.

John Darwin wird seit Tagen von der Polizei vernommen. Er hatte sich am vergangenen Wochenende auf einem Revier gemeldet und wurde wenig später festgenommen. Den Beamten erklärte er, sich an nichts mehr erinnern zu können, was sich seit Juni 2000 in seinem Leben ereignet hat. Die Ehefrau will nun angeblich nach Großbritannien zurückkehren und sich der Polizei stellen - nachdem sie ihre Beichte an die Medien verkauft hat. (dpa)

 
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