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Neuer Gammelfleisch-Skandal befürchtet

06. Dez 2007 11:02
Angeblich täglich eine Lieferung mit Gammelfleisch
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Angeblich ist in Deutschland erneut vergammeltes Fleisch verkauft worden. Mitarbeiter eines Fleischproduzenten hatten behauptet, dass sie stinkendes Fleisch neu verpacken mussten. Nun wird ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen einen der größten deutschen Geflügelfleisch-Produzenten. Dieser steht in Verdacht, vergammeltes Fleisch in den Handel gebracht zu haben. «Wir haben ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch eingeleitet», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg und bestätigte Berichte des ARD-Magazins «Panorama» und des Hörfunksenders NDR Info.

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In einem Betrieb des Unternehmens in Niedersachsen soll nach Aussagen ehemaliger Mitarbeiter tonnenweise verdorbenes Putenfleisch umverpackt und neu etikettiert worden sein. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wurde in dem beschuldigten Betrieb bisher kein verdorbenes Fleisch gefunden. Es seien am Mittwoch bei Durchsuchungen Unterlagen und Akten sichergestellt worden, sagte Staatsanwältin Frauke Wilken. «Wir haben Verdachtsmomente, aber wir können noch nicht von einem Gammelfleischskandal sprechen.»

Ehemalige Mitarbeiter hatten erzählt, dass in Ahlhorn in den Monaten April und Mai dieses Jahres fast täglich verdorbenes Fleisch aus Polen angeliefert worden sein. Es habe bereits gestunken und sei glitschig gewesen. Die Mitarbeiter hätten es trotzdem wie frisches Fleisch neu verpacken müssen. Teilweise sei es mit gutem Fleisch vermischt worden.

Unternehmen beliefert Aldi, Lidl und Metro

Die Vorwürfe gegen die Firma mit Sitz südlich von Oldenburg wurden erst erhoben, nachdem diese Mitarbeiter gekündigt waren und anschließend in arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Unternehmen standen. Die Mitarbeiter haben ihre belastenden Aussagen in eidesstattlichen Versicherungen bestätigt. «Dies war für uns der Anlass, die Ermittlungen einzuleiten», sagte Wilken.

Der in Verdacht geratene Großproduzent für Geflügelfleisch, der unter anderem Supermarktketten wie Aldi, Lidl oder Metro beliefert, hat die Vorwürfe nach Angaben von «Panorama» und NDR-Info als «völlig gegenstandslos» zurückgewiesen. Man werde die Staatsanwaltschaft «vorbehaltlos unterstützen», um eine schnelle Aufklärung zu erreichen. (nz/dpa)

 
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