netzeitung.deLehrerin im Sudan wegen Plüschtier verhaftet

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Darf nicht Mohammed heißen: Teddy-Bär (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Darf nicht Mohammed heißen: Teddy-Bär
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Ein Teddy namens «Mohammed» bringt einer Britin im Sudan womöglich 40 Peitschenhiebe ein. Der Fall droht zu diplomatischen Verwicklungen zu führen.

Eine britische Lehrerin im Sudan ist verhaftet worden, weil in ihrem Unterricht ein Teddy-Bär mit dem Namen des Propheten Mohammed benannt wurde. Gillian Gibbon wurde deswegen am Dienstag in der Hauptstadt Khartum vernommen. Die 54-jährige Pädagogin muss mit einer Klage wegen Beleidigung der Religion rechnen. Dafür sieht das sudanesische Strafrecht eine Strafe von 40 Peitschenhieben vor.

Die an der Privatschule Unity High School in Khartum unterrichtende Lehrerin wurde am Sonntag verhaftet. Anlass war die Anzeige von Eltern. Die Lehrerin habe nichts dagegen unternommen, dass die Schüler einen Teddy-Bär «Mohammed» genannt hätten. Dies ist zwar ein gebräuchlicher männlicher Vorname. Diesen Namen einem Tier zu geben, wird aber von vielen Muslimen als beleidigend betrachtet.

Ein Sprecher des sudanesischen Außenministeriums teilte mit, die Schule habe sich für das «inakzeptable Verhalten» der Lehrerin entschuldigt. Es handle sich um einen Einzelfall. Ein Sprecher der britischen Botschaft im Sudan erklärte, Diplomaten hätten Kontakt zu den Behörden aufgenommen und sich mit Gibbons getroffen. Ein Anwalt bemühe sich darum, eine Freilassung gegen Zahlung einer Kaution zu erreichen. (AP)