| | | | | Entwarnung nach Amok-Hinweis in Kaarst20. Nov 2007 07:39, ergänzt 12:27  |  Polizisten sperren die Zufahrt zum Georg-Büchner-Gymnasium in Kaarst nach Hinweisen auf eine geplante Gewalttat | Foto: dpa |
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Bei der Durchsuchung eines Gymnasiums in Kaarst wurde nichts entdeckt, was auf eine Gefährdung der Schule hindeuten könnte. Nach Hinweisen auf eine mögliche Gewalttat war die Schule abgeriegelt worden.
Nach vagen Andeutungen im Internet auf eine geplante Gewalttat an einem Gymnasium im nordrhein-westfälischen Kaarst hat die Polizei am Dienstag Entwarnung gegeben. Die Durchsuchung des Gebäudes habe keine Hinweise auf eine Gefahr ergeben, sagte ein Sprecher der Polizei in Neuss. Auch Gespräche mit Lehrern über möglicherweise auffällige Schüler hätten keine Erkenntnisse gebracht.
Nach unbestimmten Hinweisen auf eine mögliche Gewalttat war die Schule am Dienstagmorgen vorsorglich geschlossen worden. Finnische Ermittler seien in einem Chatroom-Gespräch im Internet auf eine Unterhaltung zweier Personen gestoßen, die wiederum gehört haben wollen, dass ein Amoklauf am Kaarster Gymnasium geplant sein könne, begründete die Polizei die Vorsichtsmaßnahme. «Wir haben aber keine konkreten Hinweise», betonte Polizeisprecher Willi Arnold.
Im Einvernehmen mit der Schulleitung sei der Unterricht abgesagt worden. Polizisten und Lehrer informierten diejenigen Schüler, die von der vorsorglichen Schließung noch nichts erfahren hätten. Arnold geht jedoch davon aus, dass am morgigen Mittwoch der Unterricht wieder aufgenommen werden könne.
In diesen Tagen jährt sich der Amoklauf von Emsdetten. Bei der Gewalttat waren 37 Menschen verletzt worden, der Täter nahm sich anschließend das Leben. Die jüngsten Ankündigungen überraschen Arnold nicht: Nach dem Amok-Alarm von Köln und dem Amoklauf in Finnland - dort hatte am 7. November ein Abiturient sechs Schüler und zwei Frauen an einem Schulzentrum in der Kleinstadt Tuusula ermordet - seien Nachahmer nicht ungewöhnlich. «Man muss immer mit Trittbrettfahrern rechnen.» Dabei seien 95 Prozent solcher Hinweise heiße Luft, glaut Arnold. Wenn die Polizei die Verdächtigen anspreche, sagten diese über ihre Ankündigungen, dass dies gar nicht so gemeint gewesen sei. (nz/dpa)
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