Experten warnen nun vor möglichen Nachahmungstätern. «Leider müssen wir damit rechnen, dass Amok-Taten an Schulen und Universitäten immer wieder Nachahmer finden werden», sagte der Bundesvorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft (DPOLG), Rainer Wendt. Schule und Polizei müssten deshalb Warnsignalen große Aufmerksamkeit schenken. Nahezu alle Attentate dieser Art seien im Internet angekündigt worden.Der Leiter der kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden, Rudolf Egg, sieht im Kölner Fall Parallelen zu ähnlichen Fällen in den USA, Deutschland oder Finnland. «Das müssen nicht unbedingt Schüler sein, die vorher schon gewalttätig waren.» Er halte die zwei Jugendlichen eher für Einzelgänger, die in einer krisenhaften Situation «erst Gewalt nach außen richten wollten - und dann gegen sich selbst». Dass sie zu zweit ihre Tat vorbereitet hätten, sei nicht ungewöhnlich. «Auch dass solche Taten angekündigt werden, passiert häufiger. Die Täter suchen sich dabei gerne symbolkräftige Jahrestage aus.» (dpa/AP)