16. Nov 2007 07:58, ergänzt 17:12
Die Zahl der Toten in Bangladesch steigt. Zahlreiche Gegenden an der Küste sind nach Auftreffen des Zyklons «Sidr» von der Außenwelt abgeschnitten.
Die Zahl der Todesopfer bei dem verheerenden Zyklon «Sidr» in Bangladesch ist nach Angaben der Nachrichtenagentur United News of Bangladesh auf mehr als 1100 gestiegen. Donnerstagmittag war von 629 geborgenen Leichen die Rede gewesen. Am schwersten betroffen sei der Distrikt Barguna an der Küste im Süden, hieß es. Angesichts der Gewalt des Sturms seien rund 650.000 Dorfbewohner aus den Küstengebieten ins Landesinnere geflüchtet.
«Sidr» erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern. In der nördlich im Landesinneren gelegenen Hauptstadt Dhaka entwurzelte der Zyklon Bäume, der Strom fiel zeitweise aus. Örtliche Medien berichteten, die Opferzahl werde vermutlich weiter ansteigen. Zahlreiche Gegenden an der Küste, in denen «Sidr» eine Schneise der Verwüstung schlug, seien von der Außenwelt abgeschnitten, der Sturm habe Telefon- und den Stromverbindungen gekappt. Die Situation sei «sehr düster, sehr kritisch».In den Küstengebieten der ostindischen Bundesstaaten West-Bengalen und Orissa wurde Entwarnung gegeben. Dort richtete «Sidr» keine bedeutenden Schäden an. (AP/dpa)