netzeitung.deAmokdrohung sorgt für schulfrei in Mainz

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Auf ihrer Internetseite gibt die Mainzer Schule die vorübergehende Schließung bekannt. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auf ihrer Internetseite gibt die Mainzer Schule die vorübergehende Schließung bekannt.
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Nachdem in Internet-Foren Gewaltdrohungen zu lesen waren, hat eine Schule in Mainz den Unterriccht abgesagt. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit dem Selbstmord eines Schülers.

Aus Angst vor einem Amoklauf hat eine Integrierte Gesamtschule in Mainz am Donnerstag geschlossen. Wie die Polizei mitteilte, wurden in einem Internet-Chatroom Gewalttaten in der Schule im Stadtteil Bretzenheim angekündigt. Den Urheber der Drohung konnten die Ermittler zunächst nicht finden, weshalb sich Polizei und Schulleitung entschieden, als Vorsichtsmaßnahme die Schule geschlossen zu halten.

Bereits am Mittwochabend hatte sich der Schulleiter und eine Vielzahl beunruhigter Eltern an die Polizei gewandt. Die vernahm mehrere Schüler und deren Eltern noch in der Nacht.

Hintergrund des Vorfalls war möglicherweise der Selbstmord eines Schülers. Wie der Polizeisprecher sagte, hatte sich der 15-Jährige am vergangenen Sonntag umgebracht, ohne dass dies für Eltern, Freunde oder Mitschüler nachvollziehbar war. Die Tat löste in den vergangenen Tagen unter den Schülern erregte Diskussionen aus, die teils im Internet stattfanden. Dabei habe sich der Ton der Diskussion zunehmend verschärft. «Die Chatteilnehmer haben sich gegenseitig angestachelt.»

Bedeutung nicht einzuschätzen
Einzelne Chatter hätten angekündigt, es dem Toten gleichzutun, andere hätten gedroht, das in der Schule «etwas passieren» werde, auch von «Amok» sei die Rede gewesen.

Der Polizeisprecher sagte, für die Sicherheitsbehörde sei in der Kürze der Zeit die Ernsthaftigkeit der Drohung nicht erkennbar gewesen. «Wir wissen auch nicht, ob wir alle Chatrooms bereits gefunden haben.»

Erst in der vergangenen Woche hatte ein Amoklauf an einer finnischen Schule mit acht Todesopfern die Öffentlichkeit bewegt. Der Todesschütze tötete sich anschließend selbst. (nz/AP)