07. Nov 2007 14:18, ergänzt 15:14
Im Internet veröffentlichte der Amokläufer von Tuusula ein Video, das auf die Tat hindeutet. Was er über sich selbst schreibt, lässt lebensfeindliche Entschlossenheit erkennen.
Sein krudes Weltbild: Er sei «zynischer Existenzialist», ein Dissident. Alles Unvollkommene wolle er vernichten: Bleibe «natürliche Auslese» aus, helfe er nach. Das wollte einst auch Hitler, als dessen Fan sich der junge Mann outet, durch die Videos, die er im Web veröffentlicht: Reden des Führers, Diktatoren und Führer des letzten Jahrhunderts, unterlegt mit Musik. Er wolle nicht Teil der «verdammten Gesellschaft» sein. Die Menschheit sei es nur wert, getötet zu werden.
Als Hobbys gibt der 18-jährige neben Sarkasmus und makabren Künsten auch Waffen, Schießen und Computerspiele an. Am liebsten sehe er Filme wie «The Matrix», «Natural Born Killers» oder «Dr. Butcher». Bei den CDs stehen «Terrorizer» oder Musik von «Rammstein» ganz oben.
Parallelen zu dem Amokläufer aus dem nordrhein-westfälischen Emsdetten drängen sich auf. Auch dort stellte sich heraus, dass der Täter einen Großteil seiner Zeit mit Ballerspielen zugebracht hatte und teils lebensfeindliche Ansichten vertrat. In Emsdetten starb Ende 2006 nur der Amokläufer selbst, Dutzende erlitten Verletzungen durch Kugeln und Rauchgas.