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Mutmaßlicher Kinderschänder bleibt in Haft

20. Okt 2007 10:30
Polizisten führen in Bangkok den Verdächtigen Christopher N. zu einer Befragung.
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Der in Thailand festgenommene mutmaßliche Kinderschänder aus Kanada bleibt zunächst für zwölf Tage in Untersuchungshaft. Behörden seines Heimatlandes wollen aber die Auslieferung beantragen.

Der mit Hilfe einer Internetfahndung in Thailand gefasste mutmaßliche Kinderschänder aus Kanada bleibt für mindestens zwölf Tage in Untersuchungshaft. Dies ordnete ein Richter am Strafgerichtshof in Bangkok am Samstag an. Dem vorläufigen Strafmaß könnte eine Verlängerung der Haft um 84 Tage folgen, während ein Gerichtsverfahren vorbereitet wird.

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Der 32-jährige Christopher N. wurde nach einer intensiven weltweiten Fahndung am Freitag im Nordosten Thailands verhaftet. Der Englischlehrer wird beschuldigt, zahlreiche Jungen sexuell misshandelt zu haben. Einige seiner Opfer sollen erst sechs Jahre alt gewesen sein. N. wird in Thailand vorgeworfen, ein Kind unter 15 Jahren ohne elterliche Erlaubnis in Missbrauchsabsicht zu sich genommen zu haben. Darauf stehen bis zu 20 Jahre Haft.

Außerdem wird ihm unter anderem sexueller Missbrauch eines Kindes unter 15 vorgeworfen. Eine solche Straftat kann mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Ein Polizeisprecher erklärte, die Ermittlungen könnten etwa einen Monat dauern, ein Prozess könne anschließend bald beginnen.

In seiner Vernehmung am Freitag habe N. alle Vorwürfe zurückgewiesen, erklärte ein weiterer Polizeisprecher. Die kanadischen Behörden haben angekündigt, die Auslieferung des Mannes beantragen zu wollen. Seine Familie erklärte, sie hoffe auf eine Auslieferung, damit er sich in Kanada den gegen ihn erhobenen Vorwürfen stellen könne.

An der Festnahme des Kanadiers hatten Experten aus Deutschland entscheidenden Anteil. Christopher N. hatte mehr als 200 Fotos von sich ins Internet gestellt, auf denen er kleine Jungen sexuell missbraucht. Auf den Fotos hatte er sein Gesicht zwar digital unkenntlich gemacht, Spezialisten des Bundeskriminalamtes konnten aber daraus ein identifizierbares Bild rekonstruieren. (AP/dpa)

 
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