11. Okt 2007 11:35
Ein Iraker ist wegen Mordes an seiner Ex-Frau zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte das Opfer niedergestochen, mit Benzin übergossen und angezündet.
Der Mann hatte sich in seinem Schlusswort des sogenannten «Ehrenmordes» gebrüstet, die er im Einklang mit der Familie seiner Frau ausgeführt habe. Vor den Augen ihres fünfjährigen Sohnes hatte er der 36-Jährige seine Frau nach der Scheidung auf offener Straße in München niedergestochen, mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt. Sie habe den Tod verdient, erklärte er. «Ich bin sehr froh, dass ich die Tat begangen habe», sagte er in seinem Schlusswort. Die Heirat mit der elf Jahre jüngeren Frau war von den beiden Familienclans im Irak arrangiert worden. Nach Misshandlungen hatte sie sich von ihm getrennt.
Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte ebenfalls auf lebenslange Haft plädiert, sah aber wegen des «kulturellen Hintergrundes» keine besonders schwere Schuld. (AP)