10. Okt 2007 17:09
Er wollte sich das Leben nehmen und trank Frostschutzmittel. Australische Ärzte retteten den lebensmüden 24-Jährigen daraufhin auf unkonventionelle Weise.
Wie der australische Fernsehsender ABC berichtete, wurde der 24-jährige Patient mit Vergiftungssymptomen in ein Krankenhaus im Bundesstaat Queensland eingeliefert. Zuvor hatte er in offenbar selbstmörderischer Absicht ein Frostschutzmittel getrunken. Das Gegengift zu dem Mittel Ethylenglycol: herkömmlicher Alkohol.Die Ärzte im Mackay Base Hospital gaben dem Mann zunächst alle verfügbaren Ampullen mit hundertprozentigem Alkohol. Als die aufgebraucht waren, habe sich der Kauf von Wodka als der nächstbeste Weg erwiesen, die Therapie fortzusetzen, sagte der Arzt Pascal Gelperowicz dem Sender.
Durch eine Nasensonde erhielt der Patient drei Tage lang die Menge von rund drei Gläsern Wodka pro Stunde. «Zum Glück für ihn war er größtenteils in einem künstlichen Koma», so der Arzt. Auch bei der Krankenhausleitung traf die Behandlung auf Zustimmung. Sie habe sich verständnisvoll gezeigt, als die Ärzte die Gründe für den Kauf einer Palette Wodka erläuterten, hieß es. Dem Patienten geht es inzwischen wieder gut: Nach 20 Tagen im Krankenhaus wurde er vollkommen gesund entlassen. (nz)