Sorge am Loch Ness: Wo ist Nessie?
29.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Alles soll im 6. Jahrhundert angefangen haben, als das Seetier angeblich zum ersten Mal gesichtet wurde. Richtig berühmt wurde «Nessie» aber erst 1933, als das erste Bild von dem Wasserwesen entstand. Seitdem ranken sich um «Nessies» Existenz unzählige Theorien. Mal soll es sich um eine gigantische Robbe handeln, mal um einen Zirkuselefanten, mal um eine Luftspiegelung und mal um unübliche Wellenmuster. Um das Geheimnis zu lüften, soll sich sogar die Regierung der früheren Premierministerin Margaret Thatcher mit Delfinen auf die Suche nach dem sagenhaften Ungetüm gemacht haben.
Nun gibt es auch für die sinkende Zahl der Monsterjäger die vielfältigsten Erklärungen. Steve Feltham, der das Loch seit 16 Jahren beobachtet, ist sicher, dass dort einst bis zu 30 mysteriöse Kreaturen lebten, die Überalterung aber auch hier um sich gegriffen hat. «Heute sind es nur noch ein halbes Dutzend.» Auch Umweltverschmutzung oder die Flieger der Luftwaffe könnten den Lebewesen zugesetzt haben. «Nessies» Tod wird nicht mehr ausgeschlossen.
Eine plausiblere Erklärung hat der Naturforscher Adrian Shine. Für ihn ist die zunehmende Skepsis der Menschen der wahre Grund: Die Leute glaubten einfach nicht mehr alles, was sie sehen. «Ich denke, wir leben in einem pragmatischeren Zeitalter, und den Leuten wird immer bewusster, welche Sinnestäuschungen es am Wasser geben kann.» (Von Annette Reuther, dpa)

