20. Sep 2007 07:38
In Uganda warten die Menschen sehnsüchtig darauf, dass der Dauerregen nachlässt. Mehrere Hunderttausend haben ihre Häuser verloren, die Überschwemmungen forderten bereits viele Tote.
Der Dauerregen trommelte tagelang auf ihre Lehmhütte, bis sich das fragile Gebäude auflöste und alles unter sich begrub. Um aus Magoro zu einem Krankenhaus oder einen Markt zu gelangen, sind die Bewohner auf ein Boot oder ein Hubschrauber angewiesen - oder sie müssen fünf Kilometer weit durch hüfthohes Wasser laufen. Richard Okello befördert andere Einwohner mit seinem Kanu durch die Fluten. «Einige Leute haben Angst, das Boot zu besteigen», sagte er. «Sie kennen das Wasser nicht und haben nie zuvor in ihrem Leben ein Boot benutzt.»In früheren Jahren setzte der Regen immer erst nach der Ernte ein. Diesmal zerstörten die Fluten die Felder mit Kartoffeln, Erdnüssen oder Maniok. Zudem drohen aufgrund von verunreinigtem Wasser Seuchen auszubrechen.
Zu den besonders schwer betroffenen Regionen gehören außerdem der Süden von Somalia im Osten und Ghana im Westen des Kontinents. Und niemand weiß, wann der Regen aufhören wird. Es sei unmöglich, dem Wetter zu trauen, sagte am Mittwoch der Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) in Uganda, Tesema Negash. «Es ist ein schöner Tag heute, aber wir wissen nicht, was morgen kommt.» Wenige Stunden danach begann es wieder heftig zu regnen. (AP)