Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

In ugandischem Flut-Gebiet drohen Seuchen

20. Sep 2007 07:38
Ein ugandisches Dorf unter Wasser.
Bild vergrößern
In Uganda warten die Menschen sehnsüchtig darauf, dass der Dauerregen nachlässt. Mehrere Hunderttausend haben ihre Häuser verloren, die Überschwemmungen forderten bereits viele Tote.

Bei den Überschwemmungen in Afrika sind bisher mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere hunderttausend Bewohner haben ihre Häuser verloren. Ganze Ortschaften wurden überschwemmt. Die Fluten haben Brücken weggerissen und die Existenz zahlloser Bauern zerstört. Insgesamt sind mehr als eine Million Menschen in mindestens 17 Ländern betroffen. «Ich habe alles verloren», sagte die 56-jährige Martha Amongin in Magoro, einer Stadt im Osten von Uganda, die auf dem Landweg nicht mehr zu erreichen ist. «Das Leben wird schwer.»

Mehr in der Netzeitung:
Der Dauerregen trommelte tagelang auf ihre Lehmhütte, bis sich das fragile Gebäude auflöste und alles unter sich begrub. Um aus Magoro zu einem Krankenhaus oder einen Markt zu gelangen, sind die Bewohner auf ein Boot oder ein Hubschrauber angewiesen - oder sie müssen fünf Kilometer weit durch hüfthohes Wasser laufen. Richard Okello befördert andere Einwohner mit seinem Kanu durch die Fluten. «Einige Leute haben Angst, das Boot zu besteigen», sagte er. «Sie kennen das Wasser nicht und haben nie zuvor in ihrem Leben ein Boot benutzt.»

In früheren Jahren setzte der Regen immer erst nach der Ernte ein. Diesmal zerstörten die Fluten die Felder mit Kartoffeln, Erdnüssen oder Maniok. Zudem drohen aufgrund von verunreinigtem Wasser Seuchen auszubrechen.

Zu den besonders schwer betroffenen Regionen gehören außerdem der Süden von Somalia im Osten und Ghana im Westen des Kontinents. Und niemand weiß, wann der Regen aufhören wird. Es sei unmöglich, dem Wetter zu trauen, sagte am Mittwoch der Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) in Uganda, Tesema Negash. «Es ist ein schöner Tag heute, aber wir wissen nicht, was morgen kommt.» Wenige Stunden danach begann es wieder heftig zu regnen. (AP)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
  •  Berlin 1°
  •  Hamburg 2°
  •  Köln 1°
  •  Frankfurt -1°
  •  Stuttgart 4°
  •  München 5°
Zur Autogazette
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.