netzeitung.deÜberschwemmungen in weiten Teilen Afrikas

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Menschen im Südsudan (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Menschen im Südsudan
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In mehreren Ländern Afrikas, in denen sonst Dürre herrscht, hat es heftig geregnet. Hunderttausende sind obdachlos geworden, ein Großteil der Ernten ist vernichtet.

Starke Regenfälle haben in weiten Teilen Afrikas zu Überflutungen geführt und die Ernte teilweise zerstört. Die in vielen der sonst von Dürre bedrohten Länder des Kontinents dringend benötigte Regenzeit ist in diesem Jahr stärker ausgefallen als üblich, zudem halten die Regenfälle deutlich länger als in den Vorjahren aus.

In Ländern, in denen es manchmal jahrelang nicht regnete, müssen die Menschen nach Angaben der Behörden nun vor den Wassermassen fliehen. Mais, Getreide und Hirse gediehen in der Regenzeit zwar auf den Feldern, drohen nun aber vom Wasser weggerissen und zerstört zu werden.

Eine UN-Sprecherin sagte, die Fluten hätten bisher mindestens 500.000 Menschen in Westafrika und eine halbe Million Menschen allein im Sudan betroffen. Dutzende Menschen kamen in den Fluten ums Leben, allein 20 Todesfälle wurden in Ghana bekannt.

In mindestens 14 Ländern West- und Ostafrikas herrschen mit dem Ende der Regenzeit chaotische Verhältnisse, berichtete der Rundfunksender BBC am Samstag. Teile Ghanas wurden wegen des Ausmaßes der Überflutungen zum Katastrophengebiet erklärt, mindestens 400.000 Menschen wurden durch Überflutungen obdachlos.

«Einige Dörfer und Gemeinden sind von der Landkarte verschwunden», sagte ein Sprecher des Krisenzentrums in Ghana. Im ostafrikanischen Uganda und Äthiopien am Horn von Afrika mussten Zehntausende ihre vom Wasser bedrohten Häuser verlassen.

Ausbruch von Seuchen befürchtet
Mitarbeiter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen begannen am Samstag mit der Verteilung von Lebensmitteln an fast 70.000 Menschen in Äthiopien, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört und immer wieder Hungerkatastrophen erlebt.

Behörden und Hilfsorganisationen fürchten, dass in den Überschwemmungsgebieten nun Krankheiten wie Cholera drohen. Zudem ist die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln gefährdet. (dpa)