15. Sep 2007 15:56
In mehreren Ländern Afrikas, in denen sonst Dürre herrscht, hat es heftig geregnet. Hunderttausende sind obdachlos geworden, ein Großteil der Ernten ist vernichtet.
In Ländern, in denen es manchmal jahrelang nicht regnete, müssen die Menschen nach Angaben der Behörden nun vor den Wassermassen fliehen. Mais, Getreide und Hirse gediehen in der Regenzeit zwar auf den Feldern, drohen nun aber vom Wasser weggerissen und zerstört zu werden. Eine UN-Sprecherin sagte, die Fluten hätten bisher mindestens 500.000 Menschen in Westafrika und eine halbe Million Menschen allein im Sudan betroffen. Dutzende Menschen kamen in den Fluten ums Leben, allein 20 Todesfälle wurden in Ghana bekannt.
In mindestens 14 Ländern West- und Ostafrikas herrschen mit dem Ende der Regenzeit chaotische Verhältnisse, berichtete der Rundfunksender BBC am Samstag. Teile Ghanas wurden wegen des Ausmaßes der Überflutungen zum Katastrophengebiet erklärt, mindestens 400.000 Menschen wurden durch Überflutungen obdachlos.
«Einige Dörfer und Gemeinden sind von der Landkarte verschwunden», sagte ein Sprecher des Krisenzentrums in Ghana. Im ostafrikanischen Uganda und Äthiopien am Horn von Afrika mussten Zehntausende ihre vom Wasser bedrohten Häuser verlassen.