14. Sep 2007 09:46, ergänzt 15:40
Die Insel Sumatra ist am Freitag erneut von schweren Erdstößen erschüttert worden. Nach einer meterhohen Flutwelle, die hunderte Häuser und Hütten wegschwemmte, flohen Tausende ins Landesinnere.
Die indonesische Regierung in Jakarta, die die Stärke des Bebens mit 6,9 angab, löste daraufhin einen Tsunami-Alarm aus, der später aber wieder aufgehoben wurde. Seit Mittwoch erschütterten rund ein halbes Dutzend schwerer Erdstöße den Meeresgrund vor Sumatra. Am Donnerstag wurde die Küste der indonesischen Insel von einer drei Meter hohen Flutwelle getroffen. Hunderte Häuser und Hütten wurden zerstört. Zehntausende flohen in Panik von der Küste ins Landesinnere.
Nach offiziellen Angaben sind bisher mindestens ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen, etwa 50 weitere wurden verletzt. Erste Fernsehbilder aus der Region zeigten verstörte Menschen, die in meterhohen Schuttbergen herumirrten. Sowohl die Armee wie auch Helfer der Vereinten Nationen sind im Einsatz, um die Menschen mit Hilfsgütern zu versorgen.
Die indonesische Westküste war am Mittwoch von einem Erdbeben der Stärke 8,4 erschüttert worden. Etwa 50 stärkere Erdstöße folgten. Dabei waren mehrere Menschen getötet und verletzt worden.
Sumatra gehört zu den Küstenregionen, die bei der Tsunami-Katastrophe von 2004 schwer verwüstet wurden. Durch die Flutwelle wurden seinerzeit in ganz Asien etwa 230.000 Menschen getötet. Bei dem jüngsten Beben wurde auch in zahlreichen anderen Ländern Tsunami-Alarm ausgelöst. Die zeitnahe Alarmierung wurde als Erfolg des nach der Katastrophe von 2004 aufgebauten Tsunami-Warnsystems gewertet. (nz/dpa/AP)