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Cleverster Papagei der Welt tot

12. Sep 2007 13:26
Alex Pepperberg soll das intellektuelle Niveau eines fünfjährigen Kindes erreicht haben
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Er konnte 50 Gegenstände und sieben Farben benennen: Der Graupapagei Alex verblüffte Forscher mit seiner Intelligenz. Mit nur 31 Jahren ist er jetzt gestorben.

Die amerikanische Wissenschaftlerin Irene Pepperberg trauert um ihren langjährigen Lebensgefährten. Graupapagei Alex, der mit seiner Intelligenz weltweit Aufsehen erregte, starb mit nur 31 Jahren - und damit etwa 20 Jahre früher als die meisten seiner Artgenossen.

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Von anderen Graupapageien unterschied sich Alex allerdings erheblich. Er sprach etwa hundert Worte, konnte 50 Gegenstände und sieben Farben benennen sowie bis sechs zählen. Hielt man Alex etwa zwei blaue und drei rote Schlüssel hin, antwortete er auf die Frage nach der Zahl der blauen Objekte korrekt mit «zwei». Als Unterschied zwischen den Gegenständen erkannte er deren Farbe.

Offenbar war er fähig zu abstraktem Denken und bildete sich selbst Kategorien. «Sprich deutlich», ermahnte er andere Papageien, die vor sich hin nuschelten. Wenn Alex statt eines eingeforderten Bananenstücks Nüsse erhielt, reagierte er beleidigt.

Sein Tod sei für sie ein schwerer Verlust, nachdem sie jahrzehntelang jeden Tag mit ihm gearbeitet habe, sagte Irene Pepperberg dem «Boston Globe». Die Forscherin an der Brandeis University in Massachusetts hatte den Vogel als Jungtier in einem Zoogeschäft gekauft, um die Intelligenz von Graupapageien zu studieren.

Neue Wortschöpfungen

Alex hat alle Erwartungen übertroffen: Laut Pepperberg befand er sich schließlich auf dem intellektuellen Niveau eines fünfjährigen Kindes. Auch ihre Kollegen sind sich einig, dass er die Forschungen über Vogelhirne auf völlig neue Grundlagen gestellt hat. Alex schaffte es sogar, eigene Wörter zu erfinden. Eine Wäscheklammer etwa bezeichnete er als «pegwood» - zusammengesetzt aus «wood» (Holz) und «peg» (festklammern).

Woran Alex so plötzlich starb, ist bislang nicht bekannt. Am vergangenen Donnerstag hatten sich Irene Pepperberg und der Papagei noch wie gewohnt voneinander verabschiedet. «Ich liebe dich. Kommst du morgen wieder?» fragte der Vogel. «Ja, ich komme morgen wieder», antwortete die Forscherin. Am nächsten Tag fand sie Alex dann aber leblos in seinem Käfig. (nz)

 
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