Noch mehr Döner mit Ekelfleisch hergestellt
Die Staatsanwaltschaft im bayerischen Memmingen geht allen Hinweisen nach, die ihr im Zusammenhang mit dem Skandal vorliegen. «Dazu müssen zunächst alle Papiere gesichtet werden, die wir sichergestellt haben», sagte Oberstaatsanwalt Johann Kreuzpointner. Nähere Angaben zu Verdächtigen und über Hinweise auf internationale Verwicklungen wollte der Chefermittler nicht machen. Das würde die Arbeit der Staatsanwaltschaft und Polizei behindern, sagte Kreuzpointner. «Es wäre fatal, wenn jemand gewarnt würde.»
Die Menge der von Bayern nach Berlin transportierten umetikettierten Schlachtabfälle - vermutlich bis zu 180 Tonnen - sei weiter nur ein Schätzwert, sagte Kreuzpointer. Es gebe keine Aufzeichnungen darüber, stattdessen versuche der beschuldigte Lieferant, die Vorgänge aus seinem Gedächtnis zu rekonstruieren. Der jüngste Gammelfleischskandal in Bayern zählt zu den größten Fällen von Fleischmanipulation in Deutschland. (dpa)

