netzeitung.deNoch mehr Döner mit Ekelfleisch hergestellt

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Döner-Herstellung (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Döner-Herstellung
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In Berlin ist offenbar ein zweiter Döner-Hersteller Opfer des jüngsten Ekelfleisch-Skandals geworden. Wie viele Tonnen Fleisch in welchem Zeitraum geliefert wurden, ist noch unklar.

Von den Ekelfleisch-Lieferungen aus Bayern ist möglicherweise eine weitere Firma in Berlin betroffen. Das vergammelte Fleisch aus Bayern soll an einen zweiten Döner-Hersteller in der Hauptstadt geliefert worden sein, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung in Berlin am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Allerdings gebe es noch keine endgültige Bestätigung, hieß es weiter. So lägen beispielsweise noch keine entsprechenden Lieferlisten vor. Zudem könne man noch nicht sagen, wie viele Tonnen minderwertiges Fleisch in welchem Zeitraum an den Hersteller geliefert worden sei.

Die Staatsanwaltschaft im bayerischen Memmingen geht allen Hinweisen nach, die ihr im Zusammenhang mit dem Skandal vorliegen. «Dazu müssen zunächst alle Papiere gesichtet werden, die wir sichergestellt haben», sagte Oberstaatsanwalt Johann Kreuzpointner. Nähere Angaben zu Verdächtigen und über Hinweise auf internationale Verwicklungen wollte der Chefermittler nicht machen. Das würde die Arbeit der Staatsanwaltschaft und Polizei behindern, sagte Kreuzpointner. «Es wäre fatal, wenn jemand gewarnt würde.»

Die Menge der von Bayern nach Berlin transportierten umetikettierten Schlachtabfälle - vermutlich bis zu 180 Tonnen - sei weiter nur ein Schätzwert, sagte Kreuzpointer. Es gebe keine Aufzeichnungen darüber, stattdessen versuche der beschuldigte Lieferant, die Vorgänge aus seinem Gedächtnis zu rekonstruieren. Der jüngste Gammelfleischskandal in Bayern zählt zu den größten Fällen von Fleischmanipulation in Deutschland. (dpa)