Knut für Berliner Zoo unbezahlbar
04.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Knut frisst inzwischen ganz viel Fisch und Fleisch.» Daneben bekomme der Eisbär-Star aber immer noch zwei Breimahlzeiten pro Tag. In der freien Wildbahn lebten die Jungtiere ein bis zwei Jahre mit ihrer Mutter und trinken ihre Milch, sagte der Tierarzt. Knuts Mutter Tosca hatte ihren Nachwuchs allerdings nicht angenommen, weshalb er von Pfleger Thomas Dörflein per Hand aufgezogen wurde.
Zoobesucher lieben Knut nach wie vor. Seitdem das damals noch kleine und putzige weiße Fellknäuel am 23. März erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde, lockte der Eisbär mehr als 1,5 Millionen Besucher in den Berliner Zoo. Dank seines Publikumsmagneten wird der Zoo erstmals die Zahl von drei Millionen Besuchern im Jahr weit überschreiten. Die bisherige Höchstmarke lag nach Angaben von Uhlich 2006 bei 2,5 Millionen Besuchern. Nach wie vor ist Knuts Felsengehege täglich von Tausenden umlagert.
Die Zusatzeinnahmen durch Knut darf der Zoo ungeschmälert behalten. Immerhin bekommt der Zoo einen Zuschuss von zwei Millionen Euro im Jahr vom Land Berlin. «Das wird nicht gegengerechnet», habe Berlins strenger Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) zugesichert, sagte Uhlich.
Neben Eintrittsgeldern kann sich der Zoo über Mittel aus dem äußerst erfolgreichen Verkauf des Knut-Buches freuen. 50 000 Stück der offiziellen «Knut-Biografie» als Kinderbuch in erster und zweiter Auflage sind bereits verkauft, die dritte Auflage kommt noch im September auf den Markt. «Das ist eine sechsstellige Summe für uns.» Mehr will der Zoo-Vorstand nicht verraten. (von Kirsten Baukhage und Hans-Rüdiger Bein, dpa)

