netzeitung.de«Skippi» bekommt einen Harem

 Herausgeber: netzeitung.de

Das Kaninchen wird als Gesellschaft bald abgelöst (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das Kaninchen wird als Gesellschaft bald abgelöst
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Damit das Känguru «Skippi» künftig nicht mehr ausbüchst, soll er weibliche Gesellschaft bekommen. Gleich drei Damen werden künftig mit ihm leben.

Drei Wochen lang hat das Känguru «Skippi» das Allgäu in Atem gehalten. Seit Montag ist das ausgebüxte Beuteltier wieder zu Hause, nachdem es verletzt in einem Maisfeld entdeckt
worden war.

«Die Freude ist sehr groß, dass er wieder da ist», sagte Besitzer Anton Leichtle, der mit seiner Frau Gerda den Tierpark «Alpakahof» in Bad Wurzach betreibt.« «Skippi» liegt im Heu und ruht sich aus», erzählte Leichtle. Kaninchen leisteten ihm Gesellschaft.

Der drei Jahre alte Känguru-Bock war am 5. August aus dem Streichelzoo ausgebüxt. Die Verletzung am Bein durch ein Auto, das das Beuteltier am vergangenen Donnerstagabend angefahren hatte, sei nicht lebensbedrohlich, habe der Tierarzt versichert. Außer einer Schürfwunde hat «Skippi» das Abenteuer demnach unbeschadet überstanden.

«Er ist halt ein junger Bursche»
Leichtle ist überzeugt, dass sich «Skippi», einziges Känguru unter den rund 450 Tieren des Parks, einsam gefühlt hat und deshalb weggelaufen ist. «Er ist halt ein junger Bursche», meinte er. Damit «Skippi» nicht wieder auf dumme Gedanken kommt, soll er nun nicht nur ein neues Gehege, sondern auch die Gesellschaft von drei Känguru-Damen bekommen.

Seit dem Verschwinden von «Skippi» hatten die Leichtles keine ruhige Minute mehr. Immer wieder wurde das Känguru im baden- württembergischen Allgäu gesehen. Wenn sie am angegebenen Ort ankamen, hatte das Tier jedoch stets schon wieder das Weite gesucht

Selbst nach dem nächtlichen Zusammenprall mit einem Auto hatte es nur kurz benommen im Graben gesessen und war bald wieder davongehüpft. Hunger leiden musste «Skippi» während seiner Flucht nicht. «Er hat sich gut ernährt, denn er ist ja Vegetarier», sagte Leichtle. Eine Suchaktion mit Schulkindern, die für die kommenden Tage geplant war, konnte er nun absagen. (Von Gisela Mackensen, dpa)