23. Aug 2007 17:06
Mitte August war der tote Wolf im brandenburgischen Spreewald gefunden worden. Nun ist klar: Das weibliche Tier starb durch die Hand eines Menschen.
Die Cottbuser Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Tier erschossen wurde. Bei der Obduktion des Mitte August in der Rochauer Heide nahe Luckau in Dahme-Spreewald entdeckten Kadavers seien Geschossteile gefunden worden, sagte Behördensprecher Horst Nothbaum am Donnerstag. «Zum Motiv des Schützen können wir erst etwas sagen, wenn wir ihn haben.» Es sei ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet worden. Das Forstamt Lübben stellte Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Der Naturschutzbund Deutschlands (NABU) und der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) verurteilten den Abschuss des streng geschützten Tieres. «Die Jägerschaft ist für eine natürliche Einwanderung von Wölfen. Mögliche Konflikte lassen sich nicht mit illegalen Abschüssen lösen, sondern mit Managementplänen», sagte DJV-Vizepräsident Wolfgang Bethe.
«Wir müssen gemeinsam lernen, mit Rückkehrern wie dem Wolf zu leben», erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Zahlreiche andere europäische Länder zeigten, dass dies möglich sei.