netzeitung.de«Dean» zieht Spur der Verwüstung durch Karibik

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Hurrikan Dean richtet schwere Schäden auf Jamaika an (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hurrikan Dean richtet schwere Schäden auf Jamaika an
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Auf seinem Weg durch die Karibik hat Hurrikan «Dean» bereits mehrere Todesopfer gefordert. An den Küsten von Mexiko und Belize drohen meterhohe Sturmfluten.

Auf seinem Weg durch die Karibik hat Hurrikan «Dean» in der Dominikanischen Republik und auf Haiti mindestens acht Todesopfer gefordert. In der Nacht zu Montag erreichte der Wirbelsturm die Karibikinsel Jamaika und richtete dort schwere Schäden an. Das Krisenzentrum in der Hauptstadt Kingston war vorübergehend nicht erreichbar.

Im ganzen Land war vorsorglich der Strom abgestellt. Es herrschte Ausnahmezustand. In Mexiko, Belize und auf Kuba begannen die Menschen unterdessen, sich auf den herannahenden Sturm vorzubereiten. Der Reiseveranstalter Tui sagte wegen des Hurrikans alle Karibikreisen nach Mexiko und Jamaika bis einschließlich Freitag ab.

Der Sturm zieht mit Windgeschwindigkeiten von rund 250 Stundenkilometern weiter in Richtung Westen. Der Sturm erreichte zunächst die zweithöchste Warnstufe 4. Meteorologen rechneten damit, dass die Windgeschwindigkeiten noch zunehmen werden.

«Nach den neuesten Daten erreicht der Mittelwert in Zentrumsnähe bis zu 240 Stundenkilometern mit Spitzenböen bis fast 300 Kilometer pro Stunde», sagte Hurrikanexperte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia. Die Wetterbedingungen sprächen dafür, dass «Dean» noch an Gewalt zulegen werde und dann die Stufe 5 erreiche. «Dean» sei schon jetzt vergleichbar mit den schweren Wirbelstürmen «Dennis», «Katrina» und «Rita».

Angst vor Sturmflut
Besonders gefährlich wird es nach Einschätzung des Meteorologen vor allem wegen der zu erwartenden Sturmflut an den Küsten von Mexiko und Belize. Dort sei mit meterhohen Wellen zu rechen, zudem werde der Wind voraussichtlich starke Schäden anrichten. Der Sturm soll am Mittwoch im nördlichen Mexiko oder im südlichen Texas auf das Festland treffen.

Der mexikanische staatliche Ölkonzern Petroleos Mexicanos (Pemex) hatte wegen des heranrückenden Hurrikans bereits am Sonntag mit der Teilevakuierung der Erdölförderplattformen vor der Küste des Staates Campeche im Golf von Mexiko begonnen. Insgesamt sollten bei der Aktion 13.360 Arbeiter vorsorglich in Sicherheit gebracht werden, teilte das Unternehmen mit.

Die US-Raumfähre «Endeavour» beendete am Sonntag, einen Tag früher als geplant, ihre Weltraummission, da der Hurrikan «Dean» auch den geplanten Landeort Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida und das Kontrollzentrum der US-Weltraumbehörde Nasa im texanischen Houston bedrohen könnte. Die «Endeavour» soll nun am Dienstag landen. (dpa/AP)