«Dean» zieht Spur der Verwüstung durch Karibik
20.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Im ganzen Land war vorsorglich der Strom abgestellt. Es herrschte Ausnahmezustand. In Mexiko, Belize und auf Kuba begannen die Menschen unterdessen, sich auf den herannahenden Sturm vorzubereiten. Der Reiseveranstalter Tui sagte wegen des Hurrikans alle Karibikreisen nach Mexiko und Jamaika bis einschließlich Freitag ab.
«Nach den neuesten Daten erreicht der Mittelwert in Zentrumsnähe bis zu 240 Stundenkilometern mit Spitzenböen bis fast 300 Kilometer pro Stunde», sagte Hurrikanexperte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia. Die Wetterbedingungen sprächen dafür, dass «Dean» noch an Gewalt zulegen werde und dann die Stufe 5 erreiche. «Dean» sei schon jetzt vergleichbar mit den schweren Wirbelstürmen «Dennis», «Katrina» und «Rita».
Der mexikanische staatliche Ölkonzern Petroleos Mexicanos (Pemex) hatte wegen des heranrückenden Hurrikans bereits am Sonntag mit der Teilevakuierung der Erdölförderplattformen vor der Küste des Staates Campeche im Golf von Mexiko begonnen. Insgesamt sollten bei der Aktion 13.360 Arbeiter vorsorglich in Sicherheit gebracht werden, teilte das Unternehmen mit.
Die US-Raumfähre «Endeavour» beendete am Sonntag, einen Tag früher als geplant, ihre Weltraummission, da der Hurrikan «Dean» auch den geplanten Landeort Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida und das Kontrollzentrum der US-Weltraumbehörde Nasa im texanischen Houston bedrohen könnte. Die «Endeavour» soll nun am Dienstag landen. (dpa/AP)

