Wirbelsturm «Dean» steuert auf Mexiko zu
19.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Eine rote Flagge am Strand von Cancún
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Touristen in der Karibik sind auf der Flucht vor dem Hurrikan «Dean». Anfang der Woche soll er die mexikanische Halbinsel Yucatán mit dem bekannten Ferienort Cancún treffen.
In der Karibik versuchen sich tausende Touristen vor dem herannahenden Hurrikan «Dean» in Sicherheit zu bringen. Auf Flughäfen in der Region drängten sich am Samstag zahlreiche Menschen, die vorzeitig nach Hause fliegen wollten. Auf den Cayman-Inseln waren 15 zusätzliche Flüge nach Florida schnell ausgebucht.
Der Gouverneur des mexikanischen Staats Quintana Roo, Felix Gonzalez Canto, bat Fluggesellschaften und Reiseveranstalter, vorerst keine Touristen mehr nach Cancun auf der Halbinsel Yucatán zu bringen. Dort soll der Hurrikan den Berechnungen der Meteorologen zufolge Anfang der Woche aufschlagen. Derzeit verbringen insgesamt 90.000 Touristen aus aller Welt ihre Ferien in Quintana Roo, in dem sich der Badeort Cancún und die Rivera Maya befinden.
Junge auf Hispaniola ertrunkenIn Jamaika bereiteten sich die Behörden am Samstag auf das Eintreffen des Hurrikans der Kategorie 4 vor. Ministerpräsidentin Portia Simpson Miller erklärte, dem Land drohe eine Katastrophensituation. Sie rief die Menschen in den Küstengebieten auf, sich in Sicherheit zu bringen. Schulen, Kirchen und Sporthallen wurden zu Schutzunterkünften umfunktioniert. An diesem Sonntag wird der Hurrikan Jamaica heimsuchen.
Auf der Insel Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik verursachten heftiger Regen und schwere See am Samstag in Küstengebieten Überschwemmungen. In Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, wurde nach Angaben von Rettungsdiensten ein Junge ins Meer gespült und ertrank. Insgesamt kamen damit infolge des Hurrikans in der Region sechs Menschen ums Leben.
Zuckerrohrplantagen verwüstetDer Wirbelsturm tötete auf den Kleinen Antillen nach französischen Radioberichten vom Samstag zwei Menschen und vernichtete auf Guadeloupe und Martinique große Bananen- und Zuckerrohrplantagen. Am Freitag wurde «Dean» zum Hurrikan der Kategorie IV heraufgestuft.
Die kubanische Regierung gab eine Sturmwarnung aus und kündigte an, 50.000 Menschen aus drei Provinzen im Osten und der Mitte des Landes in Sicherheit zu bringen. «Dean» befand sich am frühen Samstagmorgen 580 Kilometer östlich von Jamaika und 275 Kilometer südlich von Haiti. Er zog mit Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde Richtung Westen. (AP/dpa)