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Flugzeugentführer in der Türkei geben auf

18. Aug 2007 09:07, ergänzt 12:19
Viele Geiseln konnten sich in Sicherheit bringen
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Zuletzt waren die beiden Täter fast allein an Bord: Im türkischen Antalya ist eine Flugzeugentführung unblutig zu Ende gegegangen.

Die beiden Entführer eines türkischen Passagierflugzeuges haben am Samstag nach stundenlangen Verhandlungen aufgegeben. Sie wurden auf dem Flughafen von Antalya festgenommen, nachdem sie die letzten ihrer Geiseln freigelassen hatten. Türkische Fernsehsender berichteten, bei den Entführern handele es sich um den Türken Mehmet Özlü und den Palästinenser Muhammed Asis.

Kurz zuvor hatten die beiden Männer ihre letzten Geiseln freigelassen. Viele waren bereits vorher entkommen, während die Täter Kinder und Frauen gehen ließen.

Die Entführer, die nach eigenen Angaben über Bomben verfügen, hatten am Morgen das türkische Passagierflugzeug mit 136 Passagieren an Bord auf dem Weg von Nordzypern nach Istanbul in ihre Gewalt gebracht. Zunächst war gemeldet worden, es handele sich um Iraner, die gegen die USA protestierten. Sie hätten als Ziel Iran oder Syrien angegeben, sagte der Leiter der privaten Fluggesellschaft Atlas-Jet, Tuncay Doganer.

Die Piloten seien aber in der türkischen Küstenstadt Antalya gelandet. Sie hätten erklärt, auftanken zu müssen, berichtete Doganer. Mindestens zwei Passagiere sagten, die Entführer gehörten nach eigenen Angaben Al Quaeda an, andere Fluggäste bestätigten das nicht. Ein Passagier berichtete NTV, die meisten Fluggäste hätten sich nach der Landung durch den hinteren Ausgang der Maschine in Sicherheit bringen können, während die Entführer durch den Vorderausgang die Frauen und Kinder freiließen.

Schon vor der Freilassung hatte sich nur noch die Besatzung und eine kleine Anzahl Passagiere an Bord befunden. Einige Menschen seien bei der Flucht aus dem Flugzeug verletzt worden, sagte Doganer. Laut Büro des Gouverneurs von Antalya waren zuletzt vier Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder in der Gewalt der Entführer.

Der Chef des Unternehmens Worldfocus, das das Flugzeug an Atlas-Jet vermietet hat, Aydin Kiziltan, sagte, auch die Piloten hätten das Flugzeug verlassen. Der Sender CNN-Türk berichtete, die Entführer verlangten nach einem neuen Piloten, der sie «in irgendein Land im Nahen Osten» fliegen solle.

Dabei war es ihnen nicht einmal gelungen, ins Cockpit einzudringen. Eine Frau erklärte, die Entführer hätten den Flugbegleitern erlaubt, den Passagieren Wasser zu reichen. Sie hätten versprochen, dass niemand zu Schaden komme. Türkische Antiterror-Einsatzkräfte hatten das Flugzeug umstellt. (AP)

 
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