netzeitung.deWirbelsturm «Dean» gewinnt an Kraft

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Ein Mitarbeiter der Hurrikan-Zentrale der Dominikanischen Republik beobachtet den Weg des Wirbelsturms 'Dean'. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ein Mitarbeiter der Hurrikan-Zentrale der Dominikanischen Republik beobachtet den Weg des Wirbelsturms 'Dean'.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der erste Hurrikan des Jahres hat schon auf mehreren Karibik-Inseln Verwüstungen hinterlassen. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben. Nun nimmt «Dean» über dem Meer Kraft auf.

Der erste Hurrikan des Jahres im Atlantik hat sich über dem karibischen Meer verstärkt und ist in die Kategorie III hochgestuft worden. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami erreichte der Wirbelsturm mit dem Namen «Dean» am Freitag Windgeschwindigkeiten von 205 Kilometern pro Stunde.

Das Zentrum des Sturms war am Morgen über die Kleinen Antillen hinweggezogen. In der Karibik richtete «Dean» schwere Schäden an. Auf der Insel St. Lucia ertrank ein 62-Jähriger infolge des Hurrikans. Er hatte versucht, eine Kuh aus den Fluten eines überbordenden Flusses zu retten.

Auf der benachbarten Karibik-Insel Dominica kamen nach Behördenangaben eine Mutter und ihr siebenjähriger Sohn ums Leben. Ein vom Regen voll gesogener Hang kam ins Rutschen und begrub das Haus unter sich, in dem die beiden schliefen.

Auf der französischen Insel Martinique sowie auf St. Lucia riss «Dean» Dächer ab, ließ Bäume umstürzen und sorgte für Stromausfälle. In Hotels mussten Urlauber sicherheitshalber meerseitig gelegene Zimmer verlassen. Auf seinem Weg über die warmen Gewässer der Karibik dürfte «Dean» weiter an Kraft gewinnen und zu einem Hurrikan der gefährlichen Kategorie vier hochgestuft werden, wie das Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte.

In Erwartung des Hurrikans wurden in Jamaica, in der Dominikanischen Republik, in Kuba und an der mexikanischen Karibikküste Vorbereitungen zum Schutz der Bevölkerung getroffen. Dort wird der Wirbelsturm nach Berechnungen der Meteorologen zu Beginn der kommenden Woche eintreffen.

Wie vor zwei Jahren Hurrikan «Wilma» wird «Dean» voraussichtlich die nordwestliche Spitze der mexikanischen Halbinsel Yucatán und den Westen Kubas streifen. Danach, vermutlich am Mittwoch, wird er in den Golf von Mexiko weiterziehen, um später im Bereich der mexikanischen Grenze mit den USA landeinwärts zu ziehen. Wegen schwerer Regenfälle werden vor allem Überschwemmungen und Erdrutsche befürchtet. (dpa/AP)