17.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auf überfluteten Straßen in Houston kommen Autos nicht mehr weiter
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wetterextreme in den USA: Süden und Mittlerer Westen leiden unter Hitze, während weite Teile von Texas überflutet sind. Jetzt zieht von der Karibik auch noch ein Hurrikan heran.
Extreme Wetterverhältnisse machen Millionen von Menschen in den USA zu schaffen. Während im Süden und im Mittleren Westen die Hitze andauert, wurde Texas zum wiederholten Mal in diesem Sommer von Überschwemmungen heimgesucht. In Wyoming wütete ein Waldbrand, und in der Karibik zieht Hurrikan «Dean» nach Westen.
Die extreme Hitze führte in Alabama zur Abschaltung eines Atomreaktors. Einer von drei Reaktorblöcken des Atomkraftwerks Browns Ferry wurde am Donnerstag vom Netz genommen, weil das aus dem Fluss Tennessee entnommene Kühlwasser mit 32,2 Grad zu warm ist. Es sei das erste Mal, dass der Betrieb aus diesem Grund beeinträchtigt werde, teilte die Betreibergesellschaft mit.
Der Hitzewelle sind nach Angaben der Behörden bisher mindestens 37 Menschen zum Opfer gefallen. Allein in Memphis, Tennessee, wurden acht Hitzetote registriert. Dort erreichte die Temperatur am Donnerstag einen Höchststand von 40,5 Grad. Das Gesundheitsministerium von Missouri meldete neun Hitzetote. Acht waren es in Illinois und jeweils vier in Arkansas und Georgia.
Land nass «wie ein Schwamm»Nach dem Durchzug des tropischen Sturms «Erin» wurden weite Teile von Texas überflutet. Betroffen war vor allem die Umgebung von Houston und San Antonio. Zwei Bewohner kamen nach Angaben der Behörden ums Leben. Einer von ihnen ertrank in San Antonio, als er aus seinem Auto steigen wollte und von den Fluten davongerissen wurde.
Seit Mitte Juni gab es in Texas sowie in Teilen von Oklahoma und Kansas immer wieder Überschwemmungen. Das Land sei daher jetzt vollgesogen wie ein nasser Schwamm, sagte Bezirksrichter Ed Emmett.
Hurrikan rast auf Puerto Rico zuUnterdessen näherte sich der Hurrikan «Dean» den Jungfern-Inseln und Puerto Rico. Der Wirbelsturm fegte mit Windgeschwindigkeiten von 160 Kilometern in der Stunde über die östliche Karibik hinweg. Sein Zentrum lag in der Nacht zum Freitag 340 Kilometer nordöstlich von Barbados und bewegte sich in westlicher Richtung. Auf den Inseln Dominica und St. Lucia wurde Sturmwarnung ausgelöst.
Unterdessen bedroht ein Waldbrand in Wyoming das historische Gästehaus von «Buffalo Bill» in der Nähe des Yellowstone-Nationalparks. Das 1904 erbaute Anwesen ist Teil des Pahaska Tepee Resorts. Die Flammen waren am Donnerstag nur noch knapp fünf Kilometer davon entfernt. Der von einem Blitz am 9. August verursachte Waldbrand hat bislang 67 Quadratkilometer Wald- und Buschland zerstört. (AP)