Zustand deutscher Brücken immer schlechter
In Minneapolis war mitten im Berufsverkehr eine Autobahnbrücke eingestürzt, vier Menschen starben, Dutzende wurden vermisst. Mehr als 60 Menschen erlitten teilweise lebensgefährliche Verletzungen. Insgesamt waren am Mittwochabend etwa 50 Fahrzeuge zusammen mit riesigen Beton- und Metallteilen rund 20 Meter in den Abgrund gestürzt, als die Brücke über dem Mississippi einbrach.
«Angst haben muss man sicher nicht», entwarnt auch der ADAC-Verkehrsexperte Andreas Hölzel. Bei einem kürzlich veröffentlichten Brückentest des Verkehrsclubs waren zwar sechs von 50 Brücken wegen Sicherheitsmängeln durchgefallen, aber «keine der getesteten Brücken in Deutschland ist akut einsturzgefährdet», sagte Hölzel. Bei den Autobahnbrücken führen der Bund alle drei Jahre vorgeschriebenen Untersuchungen aus, die Länder tun das für ihre Brücken ebenso. Eine in Deutschland geltende Norm (DIN) schreibt zudem vor, dass alle sechs Jahre ale Brücken einer tiefen Prüfung zu unterziehen sind. Dabei schauen die Prüfer mit Endoskopen auch in Hohlkörper. (nz/AP)
