Spanien schickt Soldaten auf die Kanaren
01.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die spanische Regierung kündigte die zusätzliche Entsendung von 150 Soldaten zur Brandbekämpfung an. «Die Lage ist sehr alarmierend», räumte Umweltministerin Cristina Narbona bei einem Besuch auf Gran Canaria ein. Sie sagte finanzielle Unterstützung für die Betroffenen zu. Umweltschützer kritisierten unterdessen, die Behörden hätten viel zu spät reagiert und nicht genügend Mittel zur Verfügung gestellt.
Der kanarische Regierungschef Paulino Rivero bezeichnete die Lage als «dramatisch». Bei den Löscharbeiten habe der Schutz besiedelter Gebiete Vorrang vor der Rettung des Waldes. Zwar waren die Löschtrupps ununterbrochen im Einsatz, wegen des starken Windes und der großen Hitze konnten sie aber nur einige der Feuerfronten unter Kontrolle bringen. Zudem konnten die Löschhubschrauber nur bei Tageslicht eingesetzt werden.
Auf Teneriffa blieb der Nationalpark rund um den Vulkan Teide - mit 3718 Metern Spaniens höchster Berg - von den Flammen verschont. Auf der Insel La Gomera konnte ein kleineres Feuer gelöscht werden. Auf Gran Canaria brannten etwa 60 Häuser nieder. Rund 5600 Menschen flohen vor den Flammen, darunter auch etwa 40 deutsche Urlauber.
Der Kampf gegen die Flammen wurde durch die ungewöhnliche Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad erschwert. Auf den Inseln Lanzarote und La Palma starben drei Rentner in Folge der Hitze an Kreislaufversagen. (dpa)

