netzeitung.deHeftige Waldbrände in Griechenland

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Brände auf Peloppones (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Brände auf Peloppones
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das trockene Wetter hat in Griechenland zu schweren Waldbränden geführt. Ein Mensch kam dabei ums Leben. Auf der Insel Peloppones waren Hunderte in Gefahr.

Wald- und Buschbrände auf der griechischen Halbinsel Peloponnes haben in der Nacht zum Donnerstag Hunderte von Menschen bedroht. Nach Medienangaben kämpften Feuerwehrleute und Helfer gegen etwa 100 Brände.

Ein Mann sei getötet worden, hieß es, ein anderer schwer verletzt worden. Mehrere Feuerwehrleute wurden mit Atemproblemen in Krankenhäuser gebracht. Die selbst für griechische Verhältnisse außergewöhnlichen Temperaturen von etwa 45 Grad kosteten am Mittwoch zwei Menschen das Leben gekostet. Hunderte mussten sich zudem in ärztliche Behandlung begeben.

Dutzende Städte ohne Stromversorgung
Für die mehr als 2000 Brände seit Anfang Juni machen Meteorologen das trockene Wetter mit Rekordtemperaturen verantwortlich. Dutzende Häuser seien zerstört worden. Nach mindestens zwei anderen Menschen suchten Helfer in verlassenen und ausgebrannten Häusern. Hunderte von Touristen, Mönchen aus Klostern und Kinder aus Ferienlagern seien in vielen Teilen des Peloponnes in Sicherheit gebracht worden.

Dutzende von Städten und Dörfern im südlichen Griechenland seien auf Grund der Wald- und Buschbrände ohne Stromversorgung. Mehr als 40 Gemeinden seien von den Flammen bedroht. Rettungshubschrauber seien in pausenlosem Einsatz, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Die Hauptverkehrsader zwischen Athen und dem westlichen Peloponnes wurde für den normalen Autoverkehr gesperrt, um der Feuerwehr eine bessere Zufahrt zu den Bränden zu erlauben.

Schwierige Situation
Ein Sprecher der Feuerwehr sagte: «Wir stehen einer sehr schwierigen Situation gegenüber mit vielen Bränden an vielen Fronten in vielen Teilen des Landes.» Das schlimmste Feuer wüte in Aegio, eine Stadt an der Küste in der Nähe der Hafenstadt Patras. Dort sei der Notstand ausgerufen worden.

Der Bürgermeister der Stadt Drakofou in der Nähe von Patras sprach davon, dass die Lage außer Kontrolle sei und dass die Flammen drohten, sich Richtung Süden auszubreiten. Mehr als 1000 zusätzliche Feuerwehrleute seien nach Nordgriechenland geschickt worden, um dort die Brände zu bekämpfen. (dpa)