Touristen flüchten vor Waldbränden in Italien
25.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Mindestens zwei Menschen fielen den Flammen bereits zum Opfer, mindestens 300 mussten sich mit Rauchvergiftungen behandeln lassen. Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Guido Bertolaso, sprach von «der schlimmsten Situation seit Menschengedenken».
Zahlreiche Camping-Anlagen und ein Friedhof wurden zerstört, mehrere Gasleitungen explodierten. Die Flammen wurden von heißen Schirokko-Winden aus Afrika immer wieder neu angeheizt, berichtete die Zeitung «La Repubblica» am Mittwoch.
Auch in Teilen Mittelitaliens wüteten Brände, so etwa in dem Ort Castel Gandolfo bei Rom, wo der Papst seine Sommerresidenz hat. Es habe sich hier um Brandstiftung gehandelt, teilte der Zivilschutz mit. Insgesamt seien rund 60 Prozent aller Feuer mit Absicht gelegt, erklärten Experten. Neben vielen Pyromanen seien auch Feuerwehrmänner unter den Tätern, die sich so ihren Job sichern wollten. Die Polizei nahm bereits fünf Brandstifter fest. (dpa)

