23.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Hier wird Marco gefangen gehalten.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Marco soll nach Aussage des Kläger-Anwalts wegen Vergewaltigung angeklagt werden. Als Beweis diene ein ärztliches Gutachten. Marcos Anwalt bestreitet die Existenz eines solchen Dokuments.
Der Verteidiger des 17-jährigen Marco in der Türkei hat den Vergewaltigungsvorwurf gegen seinen Mandanten zurückgewiesen. Anwalt Jürgen Schmidt bestritt, dass es ein ärztliches Gutachten gebe, das den Vorwurf erhärte. «Es gibt etwas Ärztliches, aber das ist kein Gutachten, selbst Attest ist noch zu weit hergeholt», sagte Schmidt.
Der Kläger-Anwalt hatte zuvor angekündigt, auf Vergewaltigung statt auf sexuellen Missbrauch zu plädieren. Der Anwalt stützt seinen Vorwurf der Vergewaltigung auf ein angebliches ärztliches Gutachten, von dem am Freitag eine türkische Zeitung berichtet hatte.
Engländerin spricht von BelästigungDer Schüler aus Uelzen in Niedersachsen sitzt seit mehr als drei Monaten in Antalya in Haft, weil er eine 13 Jahre alte Britin sexuell missbraucht haben soll. Nach Marcos Darstellung war es nach einem Kennenlernen in der Disco zu gemeinsamen Zärtlichkeiten mit der jungen Britin gekommen. Die Initiative sei von der 13-Jährigen ausgegangen, die sich als 15-Jährige ausgegeben habe. Die Engländerin sprach indes von sexueller Belästigung.
Marco habe sich auf sie gelegt, als sie bereits schlief, sie aber nicht vergewaltigt. Dies sei ohne ihre Einwilligung geschehen. Nach Angaben des türkischen Kläger-Anwaltes Ömer Aycan, droht in der Türkei bei einer Verurteilung wegen Vergewaltigung von Kindern eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Der nächste Gerichtstermin ist für den 8. August angesetzt. (dpa)