netzeitung.deDas Blut geht aus

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Ein Blutbeutel. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ein Blutbeutel.
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Ein schwerer Unfall in Berlin und Brandenburg wäre zurzeit fatal, meldet das Rote Kreuz. Aufgrund der Hitzewelle fehlen Blutspender - besonders rar sind Konserven mit Blut der Gruppen A und 0.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sucht dringend Blutspender vor allem in Berlin, Brandenburg und Sachsen. Durch die jüngste Hitzewelle und die Sommerferien schwinden die Reserven. «Unsere Konserven reichen derzeit für eineinhalb Tage, damit kommen wir gerade so über die Runden», sagte die Sprecherin des DRK- Blutspendedienstes Ost, Annett Smolka, am Donnerstag. «Ein schwerer Unfall wäre jetzt aber schon fatal.»

In den ersten beiden Juli-Wochen habe sich aber die aktuelle Aktion in Berlin und Brandenburg ausgezahlt: Alle Spender erhalten einen Becher, auf dem das Kürzel ihrer Blutgruppe aufgedruckt ist.

Knapp sind A und 0
«Besonders knapp sind unsere Reserven bei den Blutgruppen A positiv und 0 positiv», betonte Smolka. «Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, müssten die Krankenhäuser sogar Operationen verschieben.» Täglich seien für die Kliniken in den drei Bundesländern rund 1300 bis 1500 Konserven nötig. «Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 68 Jahren Blut abgeben.» Frauen dürften vier Mal in zwölf Monaten spenden, Männer sechs Mal.

In Berlin und Brandenburg spenden laut Smolka rund 74 000 Menschen innerhalb eines Jahre einmal oder mehrmals Blut. «Das sind insgesamt nur ungefähr zwei Prozent der Bevölkerung.» Dabei sei eine Blutspende auch eine Gesundheitskontrolle. So werde das Blut auf Krankheiten wie Aids oder Hepatitis getestet. Um Spender zu motivieren, läuft noch bis zum 31. August die Sommeraktion mit den Bechern als Dankeschön. In Deutschland werden jährlich knapp fünf Millionen Blutspenden benötigt. Das DRK deckt rund 80 Prozent der Blutversorgung ab. (dpa)