Tausende Indonesier flüchten vor Vulkanausbruch
10.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Über dem Krater stehe eine mehr als 3000 Meter hohe Rauchwolke, hieß es weiter. Der Vulkan stößt seit Montag heiße Asche-Fontänen in die Luft, die teilweise mehr als sieben Kilometer vom Krater entfernt auf die Hänge regnen.
Allerdings weigerten sich 2000 Menschen ihr Hab und Gut unbeaufsichtigt zurückzulassen. Die meisten der Evakuierten wurden in Schul- und Regierungsgebäuden in der Umgebung untergebracht.
Der 1325 Meter hohe Gamkonora liegt auf der Halmahera-Insel rund 2400 Kilometer nordöstlich von Jakarta. Er war zuletzt vor zehn Jahren ausgebrochen, Opfer waren damals nicht zu beklagen. Allerdings mussten tausende Bewohner mehrere Wochen in Notunterkünften untergebracht werden.
In keinem anderen Land der Welt gibt es mehr Vulkane als in dem südostasiatischen Inselstaat. Von den 128 aktiven Vulkanen gelten 65 als gefährlich. Aktivster Vulkan des Landes ist der Merapi auf der Insel Java. Im Mai vergangenen Jahres spuckte er verstärkt Asche und Lava aus. Seinerzeit verließen etwa 5000 Menschen in der Region ihre Häuser. (dpa/nz)

