01. Jul 2007 10:02
Die Schiffsroute vor dem Bostoner Hafen hat über Jahrzehnte einer gefährdeten Walart das Leben schwer gemacht, bis hin zum Tod durch die Schiffsschraube. Nun reagierten die Behörden erstmals auf eine solche Problematik.
Zum ersten Mal in der Geschichte der USA haben die Behörden eine Schifffahrtsroute verlegt, um bedrohte Arten zu schützen. Mit Rücksicht auf den vom Aussterben bedrohten Nördlichen Glattwal wurden die viel befahrenen Strecken vor dem Hafen von Boston am Sonntag verengt und nach Norden verlegt. Damit verläuft der Schifffahrtskorridor jetzt außerhalb eines als Stellwagen Bank bezeichneten Meeresgebiets, in dem sich besonders viele Glattwale (Eubalaena) befinden, die auch Atlantische Nordkaper genannt werden.
Der gesamte Bestand dieser Art wird auf lediglich 350 Tiere geschätzt. Wenn auch nur ein Wal auf diese Weise gerettet werde, habe dies bereits erhebliche Auswirkungen auf die Population, sagte Richard Merrick von der Artenschutzabteilung der Fischereibehörde.
Seit 1972 wurden vor Boston 28 Wale von Schiffen getötet, soweit dies gemeldet wurde. (AP)