29.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Jürgen Möllemann
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein weiteres Video vom tödlichen Fallschirmsprung des einstigen FDP-Politikers nährt Mutmaßungen über die Ursachen der Tragödie. Laut einem Zeitungsbericht lassen die Aufnahmen nur einen Schluss zu.
Knapp vier Jahre nach dem tödlichen Fallschirmabsturz des früheren FDP-Politikers Jürgen W. Möllemann am 5. Juni 2003 sorgt ein weiteres Amateur-Video für Diskussionen. Die «Bild»-Zeitung berichtet am Freitag erstmals über die Aufnahmen, von denen bisher nur bekannt war, dass sie Teil der Ermittlungsunterlagen der Staatsanwaltschaft waren.
Reaktion des KameradenLaut «Bild» lässt das Video nur einen Schluss zu: «Es muss Selbstmord gewesen sein.» Die Staatsanwaltschaft selbst hatte bei Abschluss der Ermittlungen im Juli 2003 offen gelassen, ob Möllemann durch einen Unfall starb oder sich selbst tötete.
Aus dem Video eines Team-Gefährten ergeben sich laut «Bild» jedoch «klare Hinweise», dass Möllemann sich selbst das Leben nahm. Die Schlüsselszene dafür ist laut «Bild» die Reaktion von Möllemanns Fallschirmspringer-Kameraden am Schluss des Videos. Zu sehen ist der Rucksack des Toten mit dem nicht aktivierten Notsystem, das automatisch den Reserve-Fallschirm ausgelöst hätte.
Die Kameraden Möllemanns diskutieren darüber, dass der FDP-Politiker vor dem Einsteigen in die Maschine auf dem Sportflugplatz Marl/Lohmühle in Nordrhein-Westfalen die gegenseitige Kontrolle dieses Notsystems ausgelassen habe, als er noch ein Glas Wasser trinken gegangen sei. (dpa)