28.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Familie schmuggelte Kokain im Wert von etwa 1,4 Millionen Euro.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im Auftrag ihrer Eltern haben drei Kinder auf der Heimreise aus dem Kurzurlaub einen Koffer geschleppt. Dann kam die Polizei. Denn der Inhalt des Gepäckstücks gefiel den Zollbehörden gar nicht.
50 Kilogramm Kokain hat eine Familie aus Nörvenich in Nordrhein-Westfahlen in Land eingeschmuggelt. Das Zollfahndungsamt Essen teilte am Donnerstag mit, dass selbst die drei Kinder im Alter zwischen 11 und 17 Jahren eingespannt wurden, um die Drogen im Wert von etwa 1,4 Millionen zu transportieren.
Die «Kurierdienste der besonderen Art» waren von einer 51-jährigen Frau aus Bornheim bei Köln im Auftrag niederländischer Dealer organisiert worden. Den Angaben zufolge hatte die Frau Mitte des vergangenen Jahres im Auftrag der Dealer selbst einen Flug nach New York ausgeführt. Sie berichtete der 43-Jährigen aus Nörvenich davon, und konnte diese sowie deren 39-jährigen Ehemann für weitere Touren anwerben.
«Den Höhepunkt bildete die letzte Reise in die Dominikanische Republik im Oktober», berichtete der Zoll. Die Bornheimer Chefin habe wieder alles eingefädelt und «diesen quasi Betriebsausflug» organisiert. Sie habe ihre Freundin wieder beauftragt und sei nicht selbst geflogen. Das Nörvenicher Ehepaar habe diesmal seine 11- und 17-jährigen Söhne sowie seine 13-jährige Tochter und einen Neffen mitgenommen. Für die Rückreise seien vier Koffer mit Kokain präpariert worden, davon habe das Ehepaar einen den Kindern übergeben.
Die Erwachsenen wurden nach der Reise festgenommen. Zwölf Kilogramm des Rauschgifts sowie die präparierten Koffer konnten in den Niederlanden sichergestellt werden. Die niederländischen Behörden erhoben Anklage. (nz/dpa)